EU-Regeln zu Nicht-CO₂-Effekten bringen Airlines in Erklärungsnot – Systemlücken erschweren Umsetzung
EU-Regeln zu Nicht-CO₂-Effekten bringen Airlines in Erklärungsnot – Systemlücken erschweren Umsetzung
Neue EU-Vorschriften zur Erfassung von nicht-CO₂-bedingten Effekten im Luftverkehr haben Kritik aus der Branche ausgelöst. Die seit Januar 2023 geltenden Regelungen verpflichten Fluggesellschaften wie Austrian Airlines, Singapore Airlines, Corendon Airlines, Aegean Airlines und Turkish Airlines, Daten zu Emissionen jenseits von Kohlendioxid zu melden. Doch da wichtige Instrumente noch fehlen, herrscht bei den Airlines Unsicherheit über die Einhaltung der Vorgaben.
Das aktualisierte Emissionshandelssystem (ETS) der Europäischen Union umfasst nun auch die Berichterstattung über nicht-CO₂-bedingte Effekte. Dazu zählen langlebige Kondensstreifen, Aerosole sowie Ozon, das durch Stickoxide entsteht. Ziel ist es, die gesamten Klimawirkungen des Luftverkehrs besser zu verstehen.
Ein als NEATS (Non-CO₂ Aviation Effects Tracking System) bezeichnetes Erfassungssystem sollte diese Regelungen unterstützen. Allerdings wird vorerst nur eine eingeschränkte Version im Sommer an den Start gehen, während der Vollbetrieb erst gegen Ende 2023 aufgenommen wird. Den Fluggesellschaften fehlt damit derzeit das vollständige Werkzeug, um die Anforderungen zu erfüllen.
Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) lehnt die neuen Vorschriften entschieden ab. Er bezeichnet NEATS als "Blackbox" mit ungetesteten Standardwerten und ohne groß angelegte Validierung. Der BDL argumentiert, dass die Berechnungen des Systems möglicherweise nicht den realen Bedingungen entsprechen. Daher fordert der Verband eine Aussetzung der Meldepflichten, bis das System voll funktionsfähig und zuverlässig ist.
Ohne ein funktionierendes Instrument wissen die Airlines nicht genau, welche Daten sie erheben und wie sie vorgehen sollen. Forschungsprojekte wie D-KULT laufen zwar noch, doch es gibt keine klaren Zahlen darüber, wie viele Fluggesellschaften seit Anfang 2024 ihre Flugpläne angepasst haben, um Kondensstreifen zu reduzieren.
Der Vorstoß der EU, nicht-CO₂-bedingte Effekte zu erfassen, hat die Luftverkehrsbranche in eine Zwickmühle gebracht. Solange NEATS nicht voll einsatzbereit ist, werden die Fluggesellschaften Schwierigkeiten haben, die neuen Regelungen einzuhalten. Die Branche fordert weiterhin klarere Vorgaben und einen Aufschub der Umsetzung.
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