Junge Frauen in Kostheim machen unsichere Orte sichtbar – und verändern die Stadt
Junge Frauen in Kostheim machen unsichere Orte sichtbar – und verändern die Stadt
Eine Gruppe junger dfb frauen aus dem Krautgärten-Jugendpavillon und dem Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Reduit hat kürzlich eine geführte Tour durch Kastel und Kostheim geleitet. Unter dem Titel "Meine Stadt, meine Gefühle" sollte die Veranstaltung auf Orte aufmerksam machen, an denen sie sich unsicher fühlen. Ihre Beobachtungen haben bereits zu ersten Verbesserungen im Stadtteil geführt.
Während des Rundgangs wiesen die Teilnehmerinnen auf konkrete Probleme hin, die bestimmte Bereiche in Kostheim unsicher wirken lassen. Schlechte Beleuchtung, überwucherte Büsche und unübersichtliche Wege wurden als zentrale Missstände genannt. Die Initiative, bekannt als "Dark Walk", dient als Vorbild für geschlechtersensible Stadtplanung, indem sie gelebte Erfahrungen in konkrete Veränderungen umsetzt.
Ein erstes sichtbares Ergebnis ist die neue Beleuchtung zwischen dem Hallenbad und der Sporthalle. Diese Aufwertung wurde vom kommunalen Dienstleister mattiaqua in Abstimmung mit dem Sozialdezernat umgesetzt und macht den Bereich nun heller und sicherer. Weitere im Rahmen des Rundgangs identifizierte Orte werden derzeit von den städtischen Fachbereichen auf mögliche Verbesserungen geprüft.
Dr. Patricia Becher, Leiterin des Sozialdezernats, betonte, wie wichtig es sei, die Erfahrungen junger Frauen in öffentlichen Räumen ernst zu nehmen. Ihre Rückmeldungen helfen, gezielte Maßnahmen zur Steigerung von Sicherheit und Barrierefreiheit zu entwickeln. Stand Februar 2026 liegen jedoch noch keine weiteren Details zu zusätzlichen Problemstellen oder geplanten konkreten Schritten in Kostheim vor.
Die "Dark Walk"-Initiative hat in Kostheim bereits greifbare Veränderungen bewirkt – die verbesserte Beleuchtung ist ein erster Schritt. Die Stadtverwaltung prüft weiterhin weitere von den Teilnehmerinnen gemeldete Bereiche auf mögliche Aufwertungen. Das Projekt zeigt, wie Bürgerfeedback direkt in städtebauliche Entscheidungen einfließen kann.
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