Wiesbaden gedenkt der Opfer rechtsextremer Gewalt – Hanau bleibt unvergessen
Wiesbaden gedenkt der Opfer rechtsextremer Gewalt – Hanau bleibt unvergessen
Gedenkveranstaltung in Wiesbaden ehrt Opfer rechtsextremer Gewalt in Hessen – darunter die Toten des Hanau-Anschlags 2020
In Wiesbaden findet eine Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremer Gewalt in Hessen statt, darunter auch die bei dem rassistischen Anschlag in Hanau 2020 Getöteten. Unter dem Motto "Hanau – Kein Einzelfall" wird dabei auch an Ibrahim Akkus erinnert, der den Anschlag überlebte, später jedoch seinen Verletzungen erlag. Veranstalter:innen und Aktivist:innen fordern umfassendere Aufklärung des Vorfalls sowie konsequentes Vorgehen gegen Rassismus in öffentlichen Institutionen.
Der Hessische Landtag beginnt die Gedenkfeier mit einer Schweigeminute. Die Ehrung gilt allen Opfern rechtsextremer Gewalt in Hessen seit 1945 – mindestens 21 Menschen kamen ums Leben, sieben von ihnen werden in offiziellen Statistiken jedoch nicht als solche anerkannt. Die Kundgebung startet um 18:00 Uhr mit einer Eröffnungsrede von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, gefolgt von einem Beitrag des Autors Sascha Schmidt, der das Buch "Rechtsterrorismus in Hessen" verfasst hat. Schmidt setzt sich dafür ein, dass jedes Opfer in der Region offiziell anerkannt wird.
Die Initiative "Omas gegen Rechts Wiesbaden" unterstützt gemeinsam mit Überlebenden und Angehörigen die Forderung nach Aufklärung des Hanau-Anschlags. Elke Gerriets von der Gruppe besteht auf lückenlose Untersuchungen zum Verhalten der Behörden und zur Verbreitung rechtsextremer Propaganda. Regina Sagel, ebenfalls Mitglied der Initiative, betont die Notwendigkeit gezielter Antirassismus-Schulungen in öffentlichen Einrichtungen.
Bundesweit forderten rechtsextreme Gewalttaten seit 1945 mindestens 479 Menschenleben – 414 Opfer sind namentlich bekannt, 65 bleiben unbekannt. Eine länderspezifische Aufschlüsselung existiert zwar nicht, doch zu den schwersten Anschlägen zählen Hanau (2020, neun Tote), Mölln (1992) und Solingen (1993).
Die Veranstaltung lenkt den Blick auf die anhaltende Bedrohung durch rechtsextreme Gewalt und die Frage nach institutioneller Verantwortung. Aktivist:innen kämpfen weiterhin für die Anerkennung aller Opfer und wirksamere Maßnahmen gegen Extremismus. Die Gedenkfeier ist zugleich Mahnung und Aufruf zu tiefgreifendem gesellschaftlichem Wandel.
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