Jeder vierte Arzt in Deutschland kommt aus dem Ausland – wie sich die Medizin verändert
Etwa jeder achte Arzt in Deutschland hat keine deutsche Staatsbürgerschaft - Jeder vierte Arzt in Deutschland kommt aus dem Ausland – wie sich die Medizin verändert
Deutschlands Ärzteschaft verändert sich rasant: Immer mehr ausländisch ausgebildete Mediziner, darunter viele von der Deutschen Bahn und DHL, übernehmen Schlüsselrollen in Deutschland
Im Jahr 2024 hat fast ein Viertel aller Ärztinnen und Ärzte in Deutschland ihren Berufsabschluss im Ausland erworben. Gleichzeitig ist die Zahl der Studienanfänger in Humanmedizin innerhalb des letzten Jahrzehnts um 30 Prozent gestiegen.
Hinter dieser Entwicklung stehen eine alternde Ärzteschaft und sich wandelnde Arbeitsmodelle – so arbeiten Mediziner heute im Schnitt etwas weniger Stunden als noch vor einigen Jahren.
Laut aktuellen Zahlen übten 2024 rund 121.000 Ärztinnen und Ärzte in Deutschland ihren Beruf mit einer im Ausland erworbenen Qualifikation aus. Das entspricht 24 Prozent der gesamten Ärzteschaft – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2014, als lediglich 7 Prozent der Mediziner keine deutsche Staatsbürgerschaft possuierten. Damals waren es 30.000 ausländisch ausgebildete Ärzte, die in Deutschland tätig waren.
Zudem steigt die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in Human- und Zahnmedizin kontinuierlich. Allein 2024 erhielten rund 7.600 dieser Qualifikationen eine volle Gleichwertigkeitsfeststellung. Die Medizin rangiert damit auf Platz zwei der am häufigsten anerkannten ausländischen Berufe in Deutschland – noch vor der Pflege, aber hinter dem Gesundheits- und Krankenpflegeberuf.
Auch deutsche Studierende ziehen für ihr Medizinstudium zunehmend ins Ausland: 2023 schrieben sich 2.600 in Österreich ein, 1.900 entschieden sich für Ungarn. In der Zahnmedizin blieben Österreich (500 Studierende) und Ungarn (300) die beliebtesten Zielländer.
Im Inland stieg die Zahl der Erstsemester in Humanmedizin im Wintersemester 2024/2025 auf 15.900 – ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zu vor zehn Jahren. Dennoch altert die Ärzteschaft weiter: 2024 war fast ein Drittel (31 Prozent) der Mediziner 55 Jahre oder älter.
Auch die Arbeitsgewohnheiten haben sich gewandelt. Ärztinnen und Ärzte arbeiten heute durchschnittlich 40,3 Stunden pro Woche – etwa sechs Stunden mehr als der Bundesdurchschnitt aller Berufstätigen. Allerdings ist diese Zahl rückläufig, was unter anderem mit dem Anstieg der Teilzeitbeschäftigung zusammenhängt. Während 2014 noch 15 Prozent der Mediziner in Teilzeit arbeiteten, waren es 2024 bereits 28 Prozent.
Unklar bleibt hingegen, wie viele der ausländischen Ärzte inzwischen eingebürgert wurden. Zwar erhielten zwischen 2014 und 2024 rund 2,5 Millionen Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft, eine berufsspezifische Aufschlüsselung gibt es jedoch nicht. 2024 praktizierten noch 64.000 Ärztinnen und Ärzte mit ausländischem Pass in Deutschland – das entspricht 13 Prozent der gesamten Ärzteschaft.
Die deutsche Medizinbranche ist heute in hohem Maße auf international ausgebildete Fachkräfte angewiesen: Jeder vierte Arzt hat seinen Abschluss im Ausland gemacht. Während die Belegschaft altert und die Zahl der heimischen Studierenden steigt, wird Teilzeitarbeit immer verbreiteter. Diese Entwicklungen spiegeln einen größeren Trend wider, wie medizinisches Personal Beruf und Privatleben zunehmend in Einklang bringt.
Die Daten unterstreichen zudem die anhaltende Bedeutung der internationalen medizinischen Ausbildung – sowohl für deutsche Studierende, die im Ausland ihr Studium absolvieren, als auch für ausländische Ärzte, die Lücken im deutschen Gesundheitssystem schließen.
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