Hanau führt die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2024 mit neuem Motto an

Luisa Lange
Luisa Lange
2 Min.
Ein Plakat mit vielen Händen verschiedener Farben und dem Zitat "Kultur ist etwas, das Menschen verbindet" von Anastasia O. Russland.Luisa Lange

Hanau führt die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2024 mit neuem Motto an

Städte in ganz Deutschland bereiten sich auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWAR) 2024 vor – Hanau übernimmt mit neuem Motto die Führung

Vom 20. Februar bis zum 29. März stehen in Deutschland die Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWAR) unter dem Zeichen von Menschenwürde, Solidarität und dem Kampf gegen Diskriminierung. Hanau gibt als Schauplatz der Kampagne den Ton an – mit einer frischen visuellen Identität und einem ausgebauten digitalen Angebot, um noch mehr Menschen zu erreichen.

Die diesjährigen IWAR in Hanau markieren einen organisatorischen Wandel: Erstmals wird die Veranstaltung vom Haus für Demokratie und Vielfalt (HDV) koordiniert. Bürgermeister Claus Kaminsky betonte das Engagement der Stadt, durch die Kampagne Respekt und Zusammenhalt zu stärken. Die Veranstaltungen setzen sich mit Erinnerung, Verantwortung und Einheit auseinander – und beginnen nur wenige Tage nach dem Jahrestag des 19. Februar 2020, einem Datum, das mit gewalttätigen Vorfällen in der Region verbunden ist.

Das bundesweite Motto '100 % Menschenwürde – Gemeinsam gegen Rassismus' unterstreicht die Kernbotschaft der Aktion. Allein in Hanau beteiligen sich über 50 lokale Initiativen mit Diskussionsrunden, Ausstellungen und kulturellen Formaten. Deutschlandweit werden mehr als 300.000 Menschen an rund 5.000 Veranstaltungen teilnehmen – von Flaggenhissungen bis zu Menschenketten als Zeichen der Solidarität.

Auch andere Städte engagieren sich mit bewährten oder neuen Formaten: Wolfsburg, seit 1979 dabei, bietet 'Talk & Dance'-Veranstaltungen an, während Bielefelds Aktionswochen mit Workshops und Kulturprogrammen aufwarten. Lüneburgs Wochen gegen Rassismus umfassen Stadtführungen und Theater, und Oldenburg steigt 2026 mit sportlichen Aktionen wie '#BewegtGegenRassismus' ein. Selbst kleinere Kommunen wie Lübeck, Rüsselsheim, Meldorf und Büsum tragen mit Vorträgen, Märkten und Menschenketten bei.

Traditionell fallen die IWAR mit dem 21. März zusammen, dem Internationalen Tag der Vereinten Nationen zur Beseitigung rassistischer Diskriminierung. Das erweiterte digitale Programm – abgebildet auf der HDV-Website – soll in diesem Jahr durch Social Media und Online-Formate noch mehr Menschen erreichen.

Die Kampagne wächst weiter: Mit Rekordbeteiligung und einem breiteren Angebot an Aktivitäten setzt Hanau mit seinem verlängerten Zeitrahmen und der neuen Organisationsstruktur ein klares Zeichen für Vielfalt und Antirassismus. In den kommenden Wochen werden Städte in ganz Deutschland – vor Ort wie digital – die Botschaft von Zusammenhalt und Inklusion verstärken.

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