Karl Rehbein: Hanaus vergessener Kämpfer für Demokratie und Wiederaufbau
Karl Rehbein: Hanaus vergessener Kämpfer für Demokratie und Wiederaufbau
Karl Rehbein, ein engagierter sozialdemokratischer Politiker, hinterließ tiefgreifende Spuren in der politischen und sozialen Landschaft Hanaus. Am 14. Oktober 1885 in der Stadt geboren, wurde er bereits in jungen Jahren zu einer prägenden Figur der Arbeiter- und Demokratiebewegung. Sein Wirken umfasste die Weimarer Republik, die NS-Verfolgung und den Wiederaufbau nach dem Krieg – und sicherte ihm damit einen festen Platz in der lokalen Geschichte.
Rehbeins politische Laufbahn nahm während der Weimarer Republik (1919–1933) Gestalt an. Als Mitglied des Kurhessischen Kommunalparlaments und des Provinziallandtags von Hessen-Nassau setzte er sich für Arbeitnehmerrechte, eine stärkere kommunale Selbstverwaltung und demokratische Reformen ein. Seine Initiativen verbesserten die städtischen Dienstleistungen und die soziale Fürsorge in Hanau, selbst als die wirtschaftliche Krise Deutschland fest im Griff hatte. Von 1920 bis 1933 wirkte er zudem als Stadtrat und vertrat dabei verschiedene Parteien.
Unter der NS-Herrschaft zog sein Engagement schwere Repressalien nach sich. In den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau inhaftiert, erlitt er jahrelange Entbehrungen, bis er schließlich befreit wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ernannte ihn die Militärregierung zum Polizeidirektor und beauftragte ihn mit der Wiederherstellung der Ordnung im zerstörten Hanau.
1946 wurde Rehbein zum ersten frei gewählten Oberbürgermeister der Stadt nach der NS-Diktatur. Über ein Jahrzehnt im Amt lenkte er den Wiederaufbau Hanaus und die demokratische Erneuerung. Darüber hinaus prägte er die Landespolitik mit: Als Mitglied des Beratenden Landesausschusses von Groß-Hessen trug er zur Ausarbeitung der Landesverfassung bei. Für sein Wirken erhielt er 1955 – ein Jahr vor seinem Tod – das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Rehbeins Vermächtnis lebt in Hanau weiter. Ein Ehrengrab auf dem Hauptfriedhof markiert seine letzte Ruhestätte, während die Karl-Rehbein-Schule seinen Namen trägt. Sein Einsatz für die lokale Demokratie, den Wiederaufbau nach dem Krieg und die verfassunggebende Entwicklung festigten seinen Ruf als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Stadt.
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