PETA enthüllt grausame Trainingsmethoden im Kölner Zoo – Elefanten leiden still

Emilia Schmitt
Emilia Schmitt
2 Min.
Ein Plakat wirbt für einen Zoo in München, Deutschland, mit einem Leoparden und einer Hauskatze und Textinformationen zum Zoo.Emilia Schmitt

PETA enthüllt grausame Trainingsmethoden im Kölner Zoo – Elefanten leiden still

Die Tierrechtsorganisation PETA fordert ein Verbot der Zucht und des Imports von Elefanten in Zoos. Zudem verlangt die Organisation ein Ende der von ihr als missbräuchlich bezeichneten Praktiken im Kölner Zoo. Von PETA veröffentlichtes Videomaterial zeigt, wie Pfleger die Tiere zwingen, Kunststücke vorzuführen und für Besucher zu posieren.

Aufnahmen aus dem Kölner Zoo belegen, dass Elefanten dort auf Kommando ihre Rüssel heben und Besucher auf ihrem Rücken reiten lassen müssen. Berichten zufolge setzen die Pfleger sogenannte Bullenhaken ein – scharfe Werkzeuge –, um die Tiere, darunter auch den jungen Elefanten Tuffi, zu kontrollieren und zu bestrafen. PETA hat die örtlichen Behörden über die Misshandlung informiert, wirft ihnen jedoch vor, nicht eingriffen zu haben.

Der Zoo verdient zudem an Sonderveranstaltungen, bei denen Besucher engen Kontakt zu den Elefanten haben. PETA kritisiert, dass solche Aktivitäten die Tiere ausnutzen und ihren komplexen körperlichen und sozialen Bedürfnissen nicht gerecht werden. Gesundheitsprobleme wie Fußerkrankungen und psychischer Stress seien bei Elefanten in Gefangenschaft weit verbreitet, so die Organisation.

Nicht nur Köln steht in der Kritik. PETA zufolge kommt es auch in anderen deutschen Zoos zu ähnlichen Vorfällen. Unklar bleibt jedoch, wie viele Einrichtungen noch "Direktkontakt"-Methoden anwenden – oder ob ein Umdenken geplant ist.

Anders verhält es sich beim Verband der Zoos und Aquarien (AZA) in den USA: Seit 2014 schreiben die Richtlinien vor, dass Mitgliedzoos auf "geschützten Kontakt" umstellen müssen. Dabei bleiben physikalische Barrieren zwischen Pflegern und Elefanten bestehen, was die Risiken für beide Seiten verringert. PETA drängt nun den Kölner Zoo, diesem Beispiel zu folgen und den direkten Umgang mit den Tieren vollständig abzuschaffen.

Die Kampagne von PETA lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Probleme beim Tierschutz in Zoos. Die Organisation besteht darauf, dass Zucht und Importe gestoppt werden müssen, um die Haltung von Elefanten langfristig zu beenden. Ohne Veränderungen, warnt PETA, würden die Tiere weiterhin unter unangemessenen Lebensbedingungen und schädlichen Trainingsmethoden leiden.

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