Gewalt gegen Journalisten erreicht in Deutschland neuen Höchststand
Journalisten und Medien als Ziele von Straftaten - Gewalt gegen Journalisten erreicht in Deutschland neuen Höchststand
Angriffe auf Journalisten und Medienmitarbeiter in Deutschland haben im vergangenen Jahr stark zugenommen. Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg politisch motivierter Straftaten gegen Medienvertreter – allein in Hessen wurden seit April 2024 29 Vorfälle registriert. Bundesweit verzeichneten die Behörden Hunderte Fälle, was Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit und der Sicherheit von Journalisten weckt.
Zwischen dem 1. April 2024 und dem 30. November 2025 erfasste die deutsche Polizei 818 politisch motivierte Straftaten gegen Journalisten und Medienmitarbeiter. Das ist ein erheblicher Anstieg im Vergleich zu 290 Fällen im Jahr 2023. Im Schnitt gab es in der jüngsten Erhebungsperiode fast 41 Delikte pro Monat – im Vorjahr waren es durchschnittlich etwa 24 monatlich.
In Hessen wurden 29 solche Straftaten dokumentiert, darunter ein Fall von körperlicher Gewalt. Die Vorfälle reichten von sechs propagandabezogenen Delikten über zwei Sachbeschädigungen bis hin zu drei Fällen von Nötigung oder Bedrohung. Bundesweit waren 89 der 818 erfassten Taten gewalttätig.
Reporter ohne Grenzen (ROG) bestätigte für das Jahr 2025 insgesamt 55 Angriffe auf Medienmitarbeiter und Redaktionen – ein Rückgang gegenüber 89 Fällen im Jahr 2024. Trotz dieser Abnahme betonte die Organisation die anhaltende Gefahr für Journalisten. Viele der Taten gingen auf politische Extremisten zurück: Rund ein Drittel wurde rechtsextremen Tätern zugeschrieben, 78 Fälle standen in Verbindung mit linksextremen Gruppen.
David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, zeigte sich alarmiert über die Zunahme der Gewalt. Er forderte wirksamere Schutzmaßnahmen für Journalisten, insbesondere in Risikoregionen wie Berlin, Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen.
Der Anstieg politisch motivierter Straftaten gegen Medienvertreter hat sich in Deutschland zu einem dringenden Problem entwickelt. Mit Hunderten gemeldeten Vorfällen und einer wachsenden Zahl gewalttätiger Übergriffe fordern Behörden und Menschenrechtsorganisationen sofortige Maßnahmen, um die Pressefreiheit zu schützen. Die Entwicklung unterstreicht die zunehmenden Risiken, denen Journalisten in ihrem Berufsalltag ausgesetzt sind.
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