Grüne und CDU fordern schärfere Altersgrenzen für soziale Medien – CSU blockt ab
Hessische Grünen fordern ebenfalls Social-Media-Verbot für Kinder - Grüne und CDU fordern schärfere Altersgrenzen für soziale Medien – CSU blockt ab
Deutsche Parteien drängen auf strengere Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien. Die Grünen und die CDU haben detaillierte Pläne vorgelegt, während die CSU die Idee rundweg ablehnt. Die Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere Bundesländer die Bundesregierung auffordern, den Schutz junger Nutzer im Internet zu verstärken.
Die Grünen präsentierten einen 13-Punkte-Plan zur altersabhängigen Beschränkung des Zugangs zu sozialen Medien. Demnach soll Kindern unter 13 Jahren die Erstellung von Konten untersagt werden. Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren benötigten die Zustimmung ihrer Eltern, während Nutzer unter 18 Jahren in Funktionen wie endloses Scrollen oder Autoplay eingeschränkt würden. Die Partei fordert zudem "digitale Straßenarbeiter", die junge Menschen online und offline bei Freizeitaktivitäten unterstützen, um die Bildschirmzeit zu reduzieren.
Die CDU verfolgt einen anderen Ansatz und setzt das Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien auf 14 Jahre fest. Dieser Beschluss fiel auf ihrem Parteitag im Februar 2026. Die SPD wiederum hat ähnliche altersbezogene Einschränkungen vorgeschlagen, doch bleiben die Details vorerst unklar.
Über die Altersgrenzen hinaus plädieren die Grünen für umfassendere Veränderungen. Sie fordern, dass Kinder und Jugendliche bei der Gestaltung digitaler Regeln mit einbezogen werden. Ihr Plan sieht eine ausgeweitete Medienkompetenzvermittlung bereits in Kitas vor. Zudem schlagen sie eine "authentische Polizeipräsenz in digitalen Räumen" vor, um die Sicherheit zu erhöhen, sowie den Ausbau von Beratungsangeboten für junge Nutzer.
Die bayerische CSU hingegen weist die Debatte als realitätsfremd zurück. Die Partei lehnt ein Verbot sozialer Medien ab und argumentiert, solche Maßnahmen seien in der Praxis nicht durchsetzbar.
Der Vorstoß für Altersbeschränkungen spiegelt die wachsende Sorge über die Auswirkungen sozialer Medien auf junge Menschen wider. Mehrere Bundesländer haben die Bundesregierung bereits über den Bundesrat zum Handeln aufgefordert. Sollten die Pläne umgesetzt werden, würden sie eine deutliche Wende in der Regulierung digitaler Plattformen für Minderjährige in Deutschland einläuten.
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