Sachsen verzeichnet drastischen Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen bleiben schwierig
Anzahl der Asylsuchenden in Sachsen deutlich gesunken - Sachsen verzeichnet drastischen Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen bleiben schwierig
Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen ist im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen. 2025 stellten nur noch 5.189 Menschen einen Schutzantrag – weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Innenminister Armin Schuster führte den Rückgang auf eine gezielte Neuausrichtung der Asylpolitik zurück.
Offizielle Zahlen belegen einen starken Rückgang der Asylanträge: 2023 wurden in Sachsen noch 23.120 Anträge registriert, 2024 waren es 10.120 und 2025 nur noch 5.189. Gleichzeitig stieg die Zahl der Schutzsuchenden aus der Ukraine deutlich an – von 1.912 im Jahr 2024 auf 5.942 im Jahr 2025.
Auch bei Abschiebungen gab es 2025 Herausforderungen: Nur 917 Menschen wurden tatsächlich abgeschoben, während 64 Prozent der geplanten Abschiebungen scheiterten, weil sich die Betroffenen der Vollstreckung durch Untertauchen entzogen. Gleichzeitig erreichten freiwillige Ausreisen einen Rekordwert: 1.588 abgelehnte Asylbewerber verließen Deutschland ohne Zwangsmaßnahmen.
Schuster kündigte Maßnahmen an, um Abschiebungen künftig effektiver durchzusetzen. Er schlug vor, reguläre Gefängnisse für die Abschiebehaft zu nutzen, und forderte von Fluggesellschaften verbindliche Kooperation, um ausreichend Plätze für Rückführungen zu sichern. Sein Fokus liegt darauf, bestehende Ausreisepflichten konsequenter umzusetzen.
Der deutliche Rückgang der Asylanträge setzt den Trend der beiden Vorjahre fort. Mit verschärften Vollzugsmaßnahmen und steigenden freiwilligen Rückkehren verändert Sachsen seinen Umgang mit Migration. Die Landesregierung strebt nun an, die Erfolgsquote bei Abschiebungen durch strengere Regelungen und die Zusammenarbeit mit Airlines zu erhöhen.
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