Hessen steht weiter an der Seite der Hanauer Opferfamilien nach rassistischem Anschlag
Hessen steht weiter an der Seite der Hanauer Opferfamilien nach rassistischem Anschlag
Sechs Monate nach dem rassistischen Anschlag in Hanau hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die Unterstützung des Landes für die Angehörigen der Opfer erneut bekräftigt. Bei der Bluttat am 19. Februar 2020 wurden neun Menschen getötet, eine ganze Gemeinde stürzte in tiefe Trauer. Bouffier betonte, dass die Begleitung der Betroffenen weiterhin höchste Priorität für die Landesregierung habe.
Der Angreifer, ein 43-jähriger Deutscher, hatte aus rassistischen Motiven neun Menschen in Hanau gezielt getötet. Die Tat riss Familien auseinander und erschütterte die Stadt bis ins Mark. Als Reaktion darauf startete die hessische Landesregierung ein umfassendes Hilfsprogramm für Überlebende und Hinterbliebene.
Zu den zentralen Maßnahmen zählen spezielle Polizeiansprechpartner, eine vom Land eingesetzte Opferbeauftragte sowie gezielte Unterstützung durch die Initiative Hanauer Hilfe. Zudem wurde das Hessische Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) gestärkt, und ein gemeinsames Landes- und Stadt-Hilfsprogramm wurde aufgelegt. Die hessische Polizei pflegt enge Kontakte zu Migrantenselbstorganisationen in der gesamten Region, um eine schnelle Kommunikation und Unterstützung zu gewährleisten.
Das Land arbeitet eng mit den lokalen Behörden in Hanau zusammen und steht in regelmäßigem Austausch mit Verantwortlichen, die ihrerseits mit den Familien in Verbindung bleiben. Ende August wird Bouffier erneut mit Angehörigen zusammentreffen, um über ihre Erfahrungen, Ängste und weiteren Bedürfnisse zu sprechen. An dem Treffen nehmen auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der hessische Opferbeauftragte Prof. Dr. Helmut Fünfsinn und der Präsident der hessischen Polizei, Roland Ullmann, teil.
Bouffier hat mehrfach betont, dass die Bekämpfung von Rassismus, Hass und Hetze eine gemeinsame Aufgabe sei. Er versicherte, dass das Land Hanau auch weiterhin auf dem langen Weg der Trauer und des Gedenkens begleiten werde.
Die Unterstützung der hessischen Landesregierung für die Opferangehörigen umfasst praktische Hilfen, einen regelmäßigen Dialog sowie langfristige Maßnahmen gegen Extremismus. Das anstehende Treffen Bouffiers mit den Familien ist ein weiterer Schritt, um sicherzustellen, dass ihre Stimmen Gehör finden. Der Fokus liegt dabei sowohl auf der unmittelbaren Hilfe als auch auf präventiven Anstrengungen, um künftige Gewalt zu verhindern.
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