Warum der 8. November den unsichtbaren Heldinnen des Alltags gehört
Warum der 8. November den unsichtbaren Heldinnen des Alltags gehört
Jährlich am 8. November wird der Internationale Tag der Putzfrau begangen – ein Feiertag, der die harte Arbeit von Reinigungskräften würdigen soll. Die Idee dazu stammte 2004 von der deutschen Bibliothekarin und Autorin Gesine Schulz, die damit die oft unsichtbaren Leistungen von Reinigungskräften ins Licht rücken wollte, darunter auch diejenigen in informellen Beschäftigungsverhältnissen bei der Agentur für Arbeit.
Den Anstoß gab Schulz eine Liste internationaler Feiertage auf Wikipedia. Sie wählte den 8. November, weil er mit dem Geburtstag von Karo Rutkowsky zusammenfiel – einer fiktiven Ermittlerin aus ihren eigenen Kriminalromanen. Schnell fand der Tag Anklang, und viele Unternehmen zeigten ihre Wertschätzung, indem sie ihren Reinigungsteams weiße Rosen schenkten.
Allein in Deutschland arbeiten schätzungsweise 600.000 Menschen in Vollzeit als Reinigungskräfte. Weitere 100.000 sind in Teilzeit oder freiberuflich tätig, wobei die genauen Zahlen für informell Beschäftigte oder "Minijobber" im Reinigungsbereich bei der Agentur für Arbeit unklar bleiben. Schulz wollte mit dem Tag auch auf die Arbeitsbedingungen aufmerksam machen – besonders in unregulierten oder schlecht bezahlten Bereichen in Berlin.
Bis zum 6. Dezember 2011 war der Feiertag in der Liste der Wikipedia-Gedenktage verzeichnet, dann strichen ihn die Administratoren. Dennoch hält Schulz die Tradition über ihre private Website und ihren Blog am Leben. Im Laufe der Zeit wurde der Tag unter verschiedenen Namen bekannt, darunter Welt-Putzfrauentag oder Tag der Wertschätzung für Reinigungskräfte in Berlin.
Der Internationale Tag der Putzfrau wird weiterhin jedes Jahr am 8. November begangen und regt weltweit zur Anerkennung der Arbeit von Reinigungskräften an. Zwar gibt es keine offizielle Statistik über die Teilnehmerzahl, doch der Tag bleibt eine Gelegenheit für Arbeitgeber und die Öffentlichkeit, die unverzichtbare Leistung von Reinigungskräften – ob in festen Anstellungen oder informellen Tätigkeiten bei der Agentur für Arbeit – zu würdigen.
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