Kirchen in Deutschland kämpfen gegen antisemitische Kunstwerke in ihren Mauern

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Ein Bild, das eine Kirche mit Blumen vorne zeigt, umgeben von Häusern, Bäumen, einem Zaun, Gras und einem bewölkten Himmel, mit der Beschriftung "Synagoge der Kirche des Heiligen Grabes" unten.Admin User

Kirchen in Deutschland kämpfen gegen antisemitische Kunstwerke in ihren Mauern

Kirchen in Deutschland setzen sich mit antisemitischen Kunstwerken in ihren Räumen auseinander. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat eine systematische Überprüfung ihrer Sakralbauten eingeleitet. Ziel ist es, Skulpturen, Wandgemälde und Reliefs zu identifizieren und aufzuarbeiten, die antijüdische oder aus der NS-Zeit stammende Botschaften tragen.

In Wiesbaden findet am 22. Januar eine öffentliche Veranstaltung zu dieser Thematik statt. Als Teil der Gedenkreihe der Stadt bringt sie Religionsvertreter:innen und Historiker:innen zusammen, um zu erörtern, wie Kirchen ihre Vergangenheit mit heutigen Werten in Einklang bringen können.

Die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt hat bereits mit ihrem Projekt Bildspuren Maßnahmen ergriffen. Die Initiative bietet 360-Grad-Aufnahmen problematischer Werke, Erklärungen zum christlichen Antijudaismus sowie Bildungsmaterialien. Vier antijüdische Skulpturen in Kirchen Sachsen-Anhalts wurden bereits dokumentiert, doch andere regionale Kirchen haben bisher keine ähnlichen Schritte angekündigt.

Am 22. Januar wird Pfarrerin Marion Gardei, die Beauftragte der Kirche für Erinnerungskultur, im Haus an der Marktkirche den Prüfprozess vorstellen. Die unter dem Titel 27. Januar – Gedenken an die Opfer stehende Veranstaltung wird gemeinsam vom Evangelischen Dekanat Wiesbaden, der örtlichen jüdischen Gemeinde und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgerichtet. Es folgt eine Podiumsdiskussion mit Pfarrer Markus Zink, Pfarrer Peter Noss und weiteren Expert:innen. Der Wandel vom Schweigen zur offenen Auseinandersetzung markiert einen Wendepunkt. Viele dieser Kunstwerke – Reliefs, Skulpturen und Wandmalereien – stammen aus einer jahrhundertealten christlichen Tradition, die von antijüdischen Vorurteilen durchzogen ist. Die Veranstalter:innen betonen, dass solche Werke nicht länger verborgen oder unkommentiert bleiben dürfen. Gefordert sind stattdessen Transparenz, moralische Klarheit und Räume für Dialog.

Die Veranstaltung unterstreicht das wachsende Engagement, historischen Antisemitismus in kirchlichen Räumen aufzuarbeiten. Durch Dokumentation, Diskussion und Einordnung dieser Kunstwerke streben die Institutionen nach Verantwortung. Die Initiative steht zudem für ein breiteres Bestreben, die Erinnerungskultur lebendig und sichtbar zu halten.

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