IHK Wiesbaden diskutiert wirtschaftliche Herausforderungen und regionale Erfolge beim Neujahrsempfang
IHK Wiesbaden diskutiert wirtschaftliche Herausforderungen und regionale Erfolge beim Neujahrsempfang
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden hat vergangene Woche ihren traditionellen Neujahrsempfang veranstaltet. Rund 400 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, bei der wirtschaftliche Herausforderungen und regionale Stärken im Mittelpunkt standen. IHK-Präsident Jörg Brömer forderte dringende Reformen, würdigte zugleich aber auch lokale Erfolge.
Brömer eröffnete den Empfang mit einem Verweis auf die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Region. Als Belege für ihre Dynamik nannte er erfolgreiche Projekte wie den Startup Hub im Alten Gerichtshaus sowie Kampagnen zur Förderung des lokalen Einzelhandels. Gleichzeitig warnte er, dass langsame Genehmigungsverfahren, komplizierte Gründungsregeln und instabile Energiepreise die Unternehmen belasteten.
Besorgnis löste auch der Verlust von 40 Hektar Gewerbefläche zugunsten des neuen Bundeskriminalamt-Standorts im Wiesbadener Ostfeld aus. Brömer betonte, dass solche Flächenverluste das künftige Wachstum einschränken könnten. Er appellierte an die Verantwortlichen, Wirtschaftsflächen zu schützen und gleichzeitig öffentliche Interessen zu wahren.
Staatssekretärin Umut Sönmez griff in ihrer Rede den Aufruf zur Geschlossenheit auf. Sie mahnte, die wirtschaftliche Stärke Deutschlands – besonders in unsicheren Zeiten – nicht zu unterschätzen. Brömer unterstrich dies später, indem er die „Leistungsträger“ der Region – Unternehmen, Kommunalpolitiker und demokratische Institutionen – als Garanten für Stabilität lobte.
Themen des Abends waren zudem ehrenamtliches Engagement, die Bindung junger Menschen an ländliche Regionen und die bessere Finanzierung von Kommunen. Bürgermeister tauschten sich darüber aus, wie gemeindliche Initiativen mit wirtschaftlichem Fortschritt verknüpft werden können. Zum Abschluss äußerte Brömer die Hoffnung, dass die Ausrichtung der World Design Capital 2026 unter dem Motto „Design for Democracy“ der Region neuen Schwung verleihen werde.
Der Empfang brachte Unternehmer, Politiker und Ehrenamtliche zusammen, um gemeinsame Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Diskussionen reichten von Bürokratieabbau über Fachkräftesicherung bis zum Schutz von Gewerbeflächen. Die Veranstalter werteten den Abend als produktiven Schritt hin zu einer engeren regionalen Zusammenarbeit.
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