Zugewanderte Frauen starten Qualifizierung für pädagogische Berufe und gegen Fachkräftemangel
Maximilian KrauseZugewanderte Frauen starten Qualifizierung für pädagogische Berufe und gegen Fachkräftemangel
Fünfzehn zugewanderte Frauen aus sechs verschiedenen Ländern haben ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen, um sich für eine Karriere im Bildungsbereich zu qualifizieren. Die Teilnehmerinnen, die aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien stammen, werden ihre Deutschkenntnisse auf ein fortgeschrittenes Niveau bringen und praktische Berufserfahrung sammeln. Die Initiative zielt darauf ab, Personalengpässe im pädagogischen Bereich zu schließen und gleichzeitig den Einstieg der Frauen in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Das Programm, das bis Mitte Dezember 2026 läuft, bereitet die Teilnehmerinnen auf Tätigkeiten in der frühkindlichen Bildung vor. Um als staatlich anerkannte Erzieherinnen zu arbeiten oder ein pädagogisches Studium aufzunehmen, müssen sie zunächst das Sprachzertifikat C1 erwerben – ein fortgeschrittenes Niveau, das für berufliche und akademische Kontexte erforderlich ist. Neben dem Sprachunterricht absolvieren die Frauen Berufsorientierungspraktika, Hospitationen in Grundschulen und Kitas sowie Coachings, um ihre Bewerbungsunterlagen zu optimieren.
Frühere Durchgänge des Programms haben bereits Erfolge gezeigt: Viele Absolventinnen arbeiten oder absolvieren mittlerweile eine Ausbildung in Kindertageseinrichtungen. Diesmal werden die Teilnehmerinnen zusätzlich weitere Bildungsberufe kennenlernen, etwa die Assistenz in der Sozialarbeit oder die heilpädagogische Förderung. Oberbürgermeister Becher betonte, dass die Initiative zwei zentrale Herausforderungen angehe: den Fachkräftemangel im Bildungssektor und die Integration von zugewanderten Fachkräften in den Arbeitsmarkt.
Das Programm bietet zugewanderten Frauen eine strukturierte Unterstützung auf ihrem Weg in pädagogische Berufe. Durch die Kombination aus Sprachförderung, Praxiserfahrung und Berufsberatung eröffnet es ihnen den Zugang zu einer stabilen Beschäftigung in Deutschland. Die nächste Gruppe von Absolventinnen soll bis Ende 2026 in den Arbeitsmarkt einmünden.






