Windenergie in Dermbach: Bürger fordern mehr Mitsprache bei Windvorranggebieten
Luisa LangeWindenergie in Dermbach: Bürger fordern mehr Mitsprache bei Windvorranggebieten
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über Windenergie zu diskutieren. Rund 100 Personen nahmen teil, darunter Gemeinderäte und Vertreter einer lokalen Bürgerinitiative. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das regionale Windvorranggebiet W 14 sowie der Teilplan zur Entwicklung der Windenergie.
Landrat Dr. Michael Brodführer betonte, dass innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön keine Windkraftanlagen errichtet werden sollen. Der zweite Entwurf des Teilplans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die etwa 7.483 Hektar umfassen – das entspricht rund 1,8 Prozent der Gesamtfläche der Region.
Teilnehmende äußerten Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Gesundheit und Landschaft, insbesondere in bewaldeten Gebieten. Einige kritisierten, dass vor der Auswahl neuer Standorte keine detaillierten Bedarfsanalysen für die regionale Energieversorgung durchgeführt wurden. Andere fragten, wie eine zuverlässige, nachfrageorientierte Energiespeicherung gewährleistet werden könne.
Der aktuelle Plan übertrifft zwar bereits das Flächenziel, das Thüringen für 2027 vorgibt, erreicht aber noch nicht die Vorgabe für 2032. Viele Anwohner forderten eine stärkere direkte Einbindung in die Entscheidungsprozesse und schlugen etwa eine Bürgerbefragung vor.
Die Versammlung zeigte, dass die Diskussionen über den Ausbau der Windenergie in der Region weitergehen. Offene Fragen bleiben insbesondere zu Energiebedarf, Speicherlösungen und Bürgerbeteiligung. Die Debatten werden voraussichtlich die künftige Planung der Windvorranggebiete beeinflussen.






