Sturm "Goretti" legt Verkehr in Deutschland und Frankreich lahm – Chaos hält an
Lukas LehmannSturm "Goretti" legt Verkehr in Deutschland und Frankreich lahm – Chaos hält an
Sturm "Goretti" fegt über Nordwestfrankreich und Deutschland – schwerwiegende Behinderungen
Ein heftiger Wintersturm mit Namen Goretti hat Nordwestfrankreich und Teile Deutschlands erfasst und sorgt für massive Einschränkungen. Schneemassen und orkanartige Böen haben tausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten, den Verkehr lahmgelegt und in zahlreichen Bereichen zu Absagen gezwungen. Die Behörden warnen, dass die extremen Wetterbedingungen noch Tage anhalten werden.
In Nordfrankreich traf der Sturm zunächst mit voller Wucht ein und riss rund 380.000 Haushalte in die Dunkelheit. Als Vorsichtsmaßnahme wurde das Kernkraftwerk Flamanville vorübergehend vom Netz genommen. Unterdessen änderte das Kreuzfahrtschiff AIDAnova seine Route und strich einen geplanten Zwischenstopp in Southampton, um den schlimmsten Ausläufern des Unwetters auszuweichen.
In Deutschland sind die Folgen besonders gravierend: Die Deutsche Bahn stellte den Fernverkehr in den nördlichen Regionen bis Sonntag komplett ein. Wichtige Strecken – darunter die Ost-West-Verbindung Berlin–Hannover–Ruhrgebiet sowie die Nord-Süd-Achse Hamburg–Hannover–Frankfurt – liegen seit Tagen still. Bereits zuvor hatte der Wintersturm Elli auf einem Netz von 3.000 Kilometern für Chaos gesorgt, doch Goretti verschärfte die Lage zusätzlich.
Auch der Flugverkehr ist betroffen: Der Flughafen Birmingham musste wegen starker Schneefälle den Betrieb einstellen. Zudem fiel das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig aus. Wie Meteorologe David Menzel betonte, handele es sich trotz der dramatischen Auswirkungen nicht um ein beispielloses Wetterereignis.
Die Folgen des Sturms werden noch anhalten: Mit weiteren Ausfällen im Verkehr ist bis zum Wochenende zu rechnen. In Frankreich harren weiterhin tausende Haushalte ohne Strom aus, und in Norddeutschland kommt es weiterhin zu massiven Behinderungen im Reiseverkehr. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren, doch mit einer schnellen Normalisierung der Lage ist vorerst nicht zu rechnen.






