24 March 2026, 04:05

Schüler kämpfen vergeblich für Solaranlage auf ihrem Schulgebäude

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf einem sandigen Strand in der Nähe von Zelten, mit einer Wand und einer Brücke im Hintergrund, die an einer Klimawandel-Demonstration teilnehmen.

Schüler kämpfen vergeblich für Solaranlage auf ihrem Schulgebäude

Schülerinnen und Schüler der Max-Eyth-Schule in Dreieich setzen sich seit Jahren für die Installation von Solaranlagen auf dem Dach ihrer Schule ein. Ende 2025 erlitt ihr Vorhaben jedoch einen Rückschlag, als der neue Eigentümer des Gebäudes, die Montano Real Estate GmbH, das Projekt ablehnte. Das Unternehmen begründete seine Entscheidung mit rechtlichen Bedenken, Vorschriften für Dachbegrünungen und Zweifeln an der wirtschaftlichen Rentabilität.

Die Initiative für die Solaranlage startete bereits 2021 unter der Leitung von Schülerinnen, Schülern und ihrem Lehrer Florian Kraft. Ihr Plan sah die Montage von rund 700 Solarmodulen vor, die etwa ein Drittel des Strombedarfs der Schule decken sollten. Zudem hätte die Anlage jährlich den Stromverbrauch von 100 Haushalten abdecken und die CO₂-Emissionen um 160 Tonnen reduzieren können.

Montano lehnte das Vorhaben mit der Begründung ab, die Kosten stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen. Doch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme widersprach dieser Einschätzung. Eine Analyse des Instituts ergab, dass das Projekt durchaus profitabel sein könnte – und widerlegte damit die finanziellen Bedenken des Unternehmens.

Der Konflikt verdeutlicht ein grundsätzliches Problem: den Spannungsbogen zwischen ökologischen Zielen und privater Renditeerwartung. Viele öffentliche Gebäude wie die Max-Eyth-Schule stehen auf privatisiertem Grund, was oft zu Zielkonflikten zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit führt. Zwar ließ Montano eine spätere erneute Prüfung des Antrags offen, einen konkreten Zeitrahmen nannte das Unternehmen jedoch nicht.

Die Schülerinnen, Schüler und Kraft geben sich trotzdem nicht geschlagen. Sie fordern Montano nun auf, die Pläne auf Basis aktueller wirtschaftlicher Daten neu zu bewerten.

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Aktuell liegt das Projekt auf Eis, doch die Unterstützer bleiben überzeugt: Die Zahlen sprächen für sich. Bei einer Genehmigung könnte die Solaranlage den CO₂-Ausstoß der Schule deutlich verringern und die Energiekosten senken. Bis auf Weiteres liegt die Entscheidung jedoch bei Montano.

Quelle