25 March 2026, 12:07

Scarlett Johansson und Jonathan Bailey sorgen mit freundschaftlichem Kuss für Diskussionen

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Scarlett Johansson und Jonathan Bailey sorgen mit freundschaftlichem Kuss für Diskussionen

Ein freundschaftlicher Kuss zwischen Scarlett Johansson und Jonathan Bailey auf dem roten Teppich der Jurassic World: Rebirth-Premiere sorgt für Gesprächsstoff. Die Geste, die als Zeichen enger Freundschaft gedeutet wird, spiegelt einen wachsenden Trend zu nicht-romantischer Zuneigung in der Öffentlichkeit wider – und zwar nicht nur unter Prominenten. Experten zufolge werden solche Zeichen der Verbundenheit in westlichen Kulturen immer häufiger gezeigt – und auch immer selbstverständlicher akzeptiert.

Johansson und Bailey tauschten während der Filmwerbung einen schnellen Kuss aus, der online für Aufmerksamkeit sorgte. Bailey verteidigte später den Moment mit den Worten: "Das Leben ist zu kurz, um Liebe nicht auf verschiedene Weise zu zeigen." Seine Aussage passt zu einem generellen Wandel in der Wahrnehmung platonischer Zuneigung.

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Die Kommunikationsberaterin Judi James erklärt, dass solche "Freundinnen-Küsschen" oder freundschaftlichen Küsse auf die Wange kindliche Bindungsverhalten nachahmen. In Hollywood sind sie längst zur Normalität geworden: Stars wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid oder Madonna küssen ihre besten Freundinnen regelmäßig in der Öffentlichkeit. Selbst Moderatorin Cat Deeley gab ihrer Freundin Charlie Brear zum Geburtstag scherzhaft einen Kuss auf den Mund und bezeichnete dies als natürlichen Teil ihrer Freundschaft.

Die Praxis hat sich über Jahrzehnte entwickelt. Während Wangenküsse unter Freunden in den 1970er- und 80er-Jahren vor allem mit mediterranen oder französischen Gepflogenheiten verbunden waren, verbreiteten sie sich bis in die 2010er- und 2020er-Jahre hin in Städten der USA, Großbritanniens und Nordeuropas. Globalisierung, Migration und Medien trugen zur Normalisierung bei – auch wenn die Traditionen variieren: In den USA ist oft ein Kuss üblich, in Deutschland oder Frankreich dagegen zwei oder drei.

Johanssons Ehemann, Colin Jost, winkte mit Humor Spekulationen über den Kuss ab: "Die Leute machen viel zu viel Aufhebens davon, wenn jemand seinen Freund zur Begrüßung küsst", scherzte er und fügte hinzu, er sehe in Bailey keine Konkurrenz.

Der Kuss zwischen Johansson und Bailey unterstreicht, wie nicht-sexuelle Zuneigung im öffentlichen Leben zunehmend sichtbar – und akzeptiert – wird. Ob auf Hollywood-Premieren oder im Alltag: Solche Gesten stehen heute für Freundschaft, nicht für Romantik. Die gesellschaftliche Haltung passt sich weiter an und zeigt eine entspanntere Einstellung zu körperlicher Nähe unter Freunden.

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