S. Fischer Verlag zieht von Frankfurt nach Berlin – ein Abschied mit Folgen
Lukas LehmannS. Fischer Verlag zieht von Frankfurt nach Berlin – ein Abschied mit Folgen
Frankfurt, lange als „Stadt der Bücher“ bekannt, verliert einen weiteren großen Verlag: Der S. Fischer Verlag verlagert seinen Hauptsitz im Sommer 2027 nach Berlin. Die Verlegung soll die wirtschaftliche und programmatische Zukunft des Unternehmens sichern.
Der S. Fischer Verlag zählt seit Jahrzehnten zu den Säulen des deutschen Verlagswesens. Zu seinem Programm gehören moderne Klassiker wie Thomas Mann und Franz Kafka sowie zeitgenössische Autoren wie der Nobelpreisträger László Krasznahorkai. Der Verlag ist Teil der Georg von Holtzbrinck Verlagsgruppe, zu der auch Rowohlt, Kiepenheuer & Witsch und Droemer Knaur gehören.
Damit folgt S. Fischer einem Trend, den bereits der legendäre Suhrkamp Verlag vorgemacht hat – auch er verließ Frankfurt zugunsten Berlins. Während die zentralen Bereiche – Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb und Pressearbeit – umziehen, bleiben Teile des Verlags in Frankfurt. Die Lektoratsteams und administrative Abteilungen verbleiben am Main.
Sämtlichen Mitarbeitenden wurde angeboten, mit dem Verlag nach Berlin zu wechseln. Der Umzug ist für den Sommer 2027 geplant. Berlin wird dann zum neuen Hauptstandort für die zentralen Geschäftsbereiche des S. Fischer Verlags, während Frankfurt weiterhin Teile der redaktionellen und administrativen Arbeit beherbergt.






