Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Karneval

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Ein Collage-Bild mit Menschen, die performen, einer Statue und einem Geb√§ude.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Karneval

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten mit engen Verbindungen zu Mainz und Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken umfasste Politik, Kultur, Gesundheitswesen und die Karnevalstradition – sie alle hinterlassen eine nachhaltige Spur in der Region.

Zu den Verstorbenen zählen ein ehemaliger Ministerpräsident, ein visionärer Karnevalsgestalter und eine engagierte Kämpferin für die Rechte von Menschen mit Behinderung, die jeweils für jahrzehntelanges Engagement in Erinnerung bleiben.

Bernhard Vogel, eine Schlüsselfigur der deutschen Politik, starb im Alter von 92 Jahren. Zwölf Jahre lang führte er Rheinland-Pfalz als Ministerpräsident und hält mit insgesamt 23 Amtsjahren den Rekord für die längste kumulierte Amtszeit eines Regierungschefs in Deutschland.

Herbert Mertin, Justizminister des Landes und FDP-Politiker, verstarb mit 66 Jahren. Er bekleidete das Amt von 2016 bis zu seinem Tod 2025. Sein Vorgänger Jörg Pfeiffer, der von 1999 bis 2006 sowie erneut ab 2016 bis zu seinem Tod im Februar 2023 als Justizminister wirkte, prägte ebenfalls maßgeblich das Rechtssystem des Landes. Im Gesundheitsbereich verlor die Region mit Dr. Thomas Flohr, einem renommierten Onkologen am Mainzer Zentrum für Hämatologie und Onkologie, einen 57-jährigen Pionier, dessen innovative Behandlungsmethoden vielen Krebspatienten Hoffnung gaben.

Die Karnevalsgemeinschaft trauert um zwei einflussreiche Persönlichkeiten: Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagengestalter des Mainzer Karnevalsvereins (MKV), starb mit 84 Jahren. Über sechs Jahrzehnte entwarf er die prunkvollen Wagen, die den Rosenmontagszug prägten. Auch Elisabeth Klöver, die langjährige Leiterin des MKV-Hofballetts, verstarb im Alter von 85 Jahren. Ihr Wirken formte Generationen des Mainzer Karnevals. Marita Boos-Waidosch, von 1993 bis 2018 Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, wird für ihren unermüdlichen Einsatz für Barrierefreiheit und Inklusion in Erinnerung bleiben. Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein des Mainzer Unterhaus leitete, hinterlässt ein kulturell bereichertes Veranstaltungszentrum.

Weitere bedeutende Verluste betreffen Ulf Glasenhardt, Eventkoordinator im Kulturclub Schon Schön, der unerwartet verstarb, nachdem er 2022 zum Team gestoßen war, sowie Ekkehardt Gahntz, einen erfahrenen ZDF-Nachrichtenjournalisten, der nach 25 Jahren im Rundfunk mit 79 Jahren starb. Der ehemalige Mainzer Torhüter Holger Bernhardt kam bei einem Verkehrsunfall in Basel im Alter von 52 Jahren ums Leben.

Ihr Tod markiert das Ende ganzer Epochen in Politik, Gesundheitswesen, Karnevalskultur und gesellschaftlichem Leben. Ihr Schaffen formte Institutionen, verbesserte Lebensbedingungen und bereicherte die Gemeinschaft.

Von Vogels politischem Erbe über Wengers Karnevalsentwürfe bis zu Flohrs medizinischen Fortschritten – ihr Einfluss wird in Mainz und darüber hinaus noch lange spürbar sein.

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