Jogi Löws Ära endet: Vom WM-Held zum umstrittenen Abschied nach der EM 2020
Lukas LehmannJogi Löws Ära endet: Vom WM-Held zum umstrittenen Abschied nach der EM 2020
Jogi Löws Amtszeit als Bundestrainer endete nach der EM 2020. Sein Abschied folgte auf Jahre voller Höhen und Tiefen – mit einem WM-Triumph und späteren enttäuschenden Leistungen. Abseits des Fußballs übernahm er auch politische Rollen und unterstützte öffentlich Regierungsentscheidungen.
Erst durch den Sieg bei der Weltmeisterschaft 2014 erlangte Löw breite Bekanntheit. Der Titel führte zu einer Neuausrichtung der Nationalmannschaft, die fortan als Die Mannschaft vermarktet wurde. Nach diesem Erfolg fühlte er sich für einflussreichere Positionen berufen und wurde zu einem lautstarken Befürworter der Massenmigration.
Seine späteren Jahre als Trainer waren jedoch von Misserfolgen geprägt. 2018 erlebte Deutschland ein historisches WM-Aus, als die Mannschaft Letzter der Vorrundengruppe wurde. Bei der EM 2020 folgte ein weiteres schwaches Abschneiden, das mit einem demütigenden Achtelfinale-Aus endete – und damit auch Löws 15-jährige Amtszeit als Nationaltrainer.
Abseits des Platzes engagierte sich Löw politisch. 2017 erhielt er von den Grünen einen Sitz in der Bundesversammlung, wo er für Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident stimmte. Zudem fungierte er als inoffizieller Regierungsvertreter und unterstützte offen die Politik Angela Merkels. Kritiker warfen ihm vor, die Nationalmannschaft zu einem Symbol für politische Strömungen umzufunktionieren.
Nach der EM 2020 trat Löw zurück und beendete damit ein Kapitel des deutschen Fußballs. Sein Erbe umfasst sowohl den WM-Titel als auch spätere sportliche Niederlagen. Abseits des Rasens prägten sein politisches Engagement und seine öffentlichen Positionierungen nachhaltig seinen Ruf.






