17 June 2026, 18:44

Italo startet 2028 im deutschen Fernverkehr – mit neuen Herausforderungen für die Bahnbranche

Pro Bahn fordert Schutzvorkehrungen für den Einstieg von Italo in den deutschen Fernverkehr

Italo startet 2028 im deutschen Fernverkehr – mit neuen Herausforderungen für die Bahnbranche

Italo steigt 2028 in den deutschen Fernverkehr ein – mit Plänen, auf wichtigen Strecken wie Berlin–München und Köln–Frankfurt–München zu verkehren. Die Fahrgastvereinigung Pro Bahn begrüßt den Schritt, pocht aber auf klare Regularien.

Der italienische Anbieter will innerhalb der nächsten vier Jahre in Deutschland starten. Geplant sind Verbindungen auf stark frequentierten Achsen, darunter München–Hamburg sowie Köln–Frankfurt–München.

Pro Bahn bewertet den Markteintritt von Italo grundsätzlich als positive Entwicklung für den Sektor. Die Vereinigung fordert jedoch eine unabhängige nationale Behörde, die die Vergabe von Fernverkehrsstrecken steuert. Zudem verlangt sie ein einheitliches Tarifsystem für alle Anbieter, um Reisen für Fahrgäste zu vereinfachen.

Um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, setzt sich Pro Bahn für rechtlich verbindliche Schutzmechanismen zugunsten bestehender Regionalverkehre ein. Die Organisation warnt davor, neuen Anbietern zu erlauben, sich nur die lukrativsten Strecken herauszupicken. Der Zugang zur Infrastruktur müsse den Vorrang des Regionalverkehrs sichern, betont sie.

Zu den Forderungen von Pro Bahn zählen einheitliche Tarife, faire Wettbewerbsregeln und eine unabhängige Instanz für die Streckenvergabe. Die Maßnahmen sollen das Marktwachstum mit zuverlässigen Verkehrsleistungen in Einklang bringen. Die Vereinigung ist überzeugt: Mit der richtigen Regulierung wird Italos Einstieg dem deutschen Schienennetz zugutekommen.

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