Gebetskreis nach 7:1: Deutsche und Curaçao-Spieler zeigen ungewöhnliche Glaubensgesten
Lukas LehmannGebetskreis nach 7:1: Deutsche und Curaçao-Spieler zeigen ungewöhnliche Glaubensgesten
Nach dem 7:1-Sieg Deutschlands schlossen sich die deutschen Spieler Felix Nmecha und Jonathan Tah ihren Gegnern aus Curaçao zu einem Gebetskreis zusammen. Diese spontane Geste hob sich als seltene Szene des Glaubens in einer Sportart ab, die oft von politischen Botschaften geprägt ist. Nmecha bezeichnete das gemeinsame Gebet später als Zeichen christlicher Brüderlichkeit unter den Spielern.
Der Gebetskreis war von keiner Fußballorganisation oder einem Verband initiiert worden. Stattdessen hatten sich die Spieler aus eigenem Antrieb versammelt – vereint durch ihren Glauben, dass Jesus durch den Sport verherrlicht wird. Diese freiwillige Glaubensbekundung unterschied sich deutlich von den häufiger zu beobachtenden organisierten Kampagnen im modernen Fußball.
In den vergangenen Jahren diente der Fußball immer wieder als Bühne für politische und gesellschaftliche Aussagen. Beispiele hierfür sind die Kniefälle der Spieler nach dem Tod von George Floyd oder Initiativen wie Regenbogen-Symbolik oder die OneLove-Binde. Solche Aktionen, die von Verbänden und Aktivistengruppen unterstützt werden, haben unter den Fans Diskussionen über die Rolle solcher Botschaften im Sport ausgelöst.
Das gemeinsame Gebet der deutschen und curaçaoischen Spieler hingegen war ein persönlicher, unvorbereiteter Moment der Verbundenheit. Es stand im Kontrast zu den vielen strukturierten Kampagnen, die heute zum Fußballalltag gehören. Die Szene bleibt ein bemerkenswertes Beispiel für eine vom Glauben getragene Ausdrucksform im Fußball.






