Frankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensgebung
Emilia SchmittFrankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensgebung
Eine Schule in Hessen wird zu Ehren der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer umbenannt. Das Neue Gymnasium Frankfurt trägt künftig den Namen Margot-Friedländer-Gymnasium – erstmals wird damit in der Region eine Schule nach ihr benannt. Friedländer, die im Mai 2025 verstorben ist, widmete ihr Leben der Bewahrung des Gedenkens an die NS-Verbrechen und der Förderung von Toleranz.
Margot Friedländer überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt und emigrierte später in die USA. Dort engagierte sie sich jahrzehntelang als Zeitzeugin und klärte über die Gräueltaten des NS-Regimes auf. Ihr Einsatz für historisches Bewusstsein und ein respektvolles Miteinander brachte ihr große Anerkennung ein.
Im Dezember 2025 verlieh ihr der hessische Ministerpräsident Boris Rhein posthum die Wilhelm-Leuschner-Medaille, die höchste Auszeichnung des Landes. Rhein bezeichnete die Umbenennung als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Erinnerungskultur. Gleichzeitig betonte er die Rolle von Schulen im Kampf gegen Extremismus, Antisemitismus und für die Vermittlung historischer Zusammenhänge.
Bildungsminister Armin Schwarz unterstützte die Entscheidung und nannte sie ein starkes Signal für das Bildungssystem. Der neue Name der Schule solle demokratische Werte und historische Verantwortung in ganz Deutschland fördern. Die Umbenennung ehrt Margot Friedländers Vermächtnis auf Dauer. Sie unterstreicht die Bedeutung des Erinnerns an die Geschichte und der Verteidigung demokratischer Prinzipien. Der Schritt setzt ein Beispiel dafür, wie Bildungseinrichtungen zur Bekämpfung von Intoleranz beitragen können.






