FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach Wahldebakel in Rheinland-Pfalz zurück
Lukas LehmannFDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach Wahldebakel in Rheinland-Pfalz zurück
Daniela Schmitt, Landesvorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz, ist als Parteichefin zurückgetreten. Der Schritt folgt auf das enttäuschende Abschneiden der Partei bei der Landtagswahl am 22. März, bei der sie lediglich 2,1 Prozent der Stimmen erhielt. Damit verfehlt die FDP zum zweiten Mal seit 2011 den Einzug in den Landtag.
Schmitt hatte im April 2025 nach einer turbulenten Phase innerhalb der Partei die Führung übernommen. Ihr Rücktritt erfolgt noch vor dem für Mai geplanten Parteitag, bei dem sie nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren wollte.
Ihre politische Laufbahn begann Schmitt Anfang 30, als sie der FDP beitrat. Zuvor hatte sie als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz gearbeitet. Ihr Aufstieg in der Partei beschleunigte sich nach einem erbitterten internen Machtkampf, der durch den Abgang von Volker Wissing und den plötzlichen Tod des FDP-Justizministers Herbert Mertin ausgelöst worden war.
Bei der Landtagswahl 2021 führte Schmitt die FDP als Spitzenkandidatin an und erreichte 5,5 Prozent der Stimmen. Dieses Ergebnis ermöglichte der Partei den Verbleib in der Koalitionsregierung, wo Schmitt als Ministerin für Wirtschaft und Verkehr amtierte. Doch bei der Wahl 2026 verschob sich die politische Landschaft dramatisch: Die CDU siegte mit 31,0 Prozent und beendete damit 35 Jahre SPD-Vorherrschaft, während die FDP auf nur noch 2,1 Prozent abstürzte.
Nach der Niederlage kündigte Schmitt an, bei dem anstehenden Landesparteitag am 9. Mai nicht mehr für eine Wiederwahl anzutreten. Stattdessen schlug sie vor, ein neues Führungsteam zu wählen, das die Partei in die Zukunft führen soll. Trotz des Rückschlags betonte sie, die FDP werde weiterhin für liberale Politik einstehen und – auch von außerhalb des Parlaments – daran arbeiten, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.
Die FDP steht nun vor einer Phase des Neuaufbaus, nachdem sie zum zweiten Mal innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt den Einzug in den Landtag verpasst hat. Auf dem Parteitag am 9. Mai soll ein neues Führungsteam gewählt werden. Schmitts Abgang markiert das Ende einer kurzen, aber bewegten Amtszeit, die von internen Herausforderungen und wandelnden Wählerloyalitäten geprägt war.






