Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon vor außergerichtlichem Vergleich
Luisa LangeErfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon vor außergerichtlichem Vergleich
Ein außergerichtlicher Vergleich zeichnet sich im langwierigen Streit zwischen der Stadt Erfurt und ihrem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon ab. Im Mittelpunkt des Falls steht seine fristlose Kündigung vor über zwei Jahren, die die Stadt später mit finanziellen Verfehlungen begründete. Aktuelle Gespräche deuten darauf hin, dass beide Seiten weitere juristische Auseinandersetzungen vermeiden könnten.
Montavon war nach Vorwürfen des Machtmissbrauchs und sexueller Belästigung ohne vorherige Ankündigung entlassen worden. Diese Anschuldigungen wurden zwar nie gerichtlich bewiesen, doch die Stadt führte später finanzielle Vergehen als Grund für seine Entlassung an. Seither zieht sich der Fall hin; im März fanden Schlichtungsgespräche statt, um eine Lösung zu finden.
Die Verhandlungen haben nun eine vorläufige Einigung erbracht, auch wenn ein endgültiger Vergleich noch unsicher ist. Die Stadtvertreter zeigten sich verärgert, nachdem Montavon während der Gespräche eine zusätzliche Forderung erhoben hatte. Die vereinbarte Abfindungssumme soll sich dem Vernehmen nach im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen und vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken.
Falls der Vergleich gebilligt wird, könnte er bereits im Mai unterzeichnet werden. Demzufolge würde Montavon seine Klage auf Wiedereinstellung fallen lassen. Scheitern die Verhandlungen jedoch, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt. Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) informierte vergangenen Donnerstag den Ältestenrat des Stadtrats über die neuesten Entwicklungen.
Eine Einigung würde den seit über zwei Jahren schwelenden Konflikt beenden. Eine Entscheidung wird bis Mai erwartet – ihr Ausgang wird darüber entscheiden, ob der Fall vor Gericht geht. Nun wartet die Stadt wie auch Montavon auf die Finalisierung – oder das Scheitern – der Verhandlungen.






