Deutsche Triathlon-Silbermedaille nach Dopingfall bei Paralympics 2024 nachträglich vergeben
Emilia SchmittDeutsche Triathlon-Silbermedaille nach Dopingfall bei Paralympics 2024 nachträglich vergeben
Dopingverstoß bei den Paralympics 2024 in Paris führt zu Medaillen-Umverteilung im Männer-Triathlon-Sprint
Der ursprüngliche Silbergemedaillengewinner Ronan Nunes Cordeiro wurde nach einem positiven Dopingtest disqualifiziert, wodurch der deutsche Athlet Martin Schulz nun – zwei Jahre nach den Spielen – die Silbermedaille im Triathlon-Sprint erhält.
Das Verfahren begann im Oktober 2024, als Cordeiro vorläufig gesperrt wurde. Die Tests wiesen 19-Norandrosteron, einen verbotenen Wirkstoff, in seinem Körper nach. Sein Einspruch gegen die Sperre wurde später vom Anti-Doping-Tribunal des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) abgewiesen.
In der Folge wurde Cordeiros Leistung in Paris annulliert. Das IPC entzog ihm im März 2026 offiziell die Silbermedaille. Dadurch rückte Schulz, der ursprünglich Dritter geworden war, auf den zweiten Platz vor.
Die World Triathlon prüft nun weitere Sanktionen gegen Cordeiro. Ein mögliches Wettkampfverbot für die Zukunft wird derzeit erwogen.
Schulz, ein 36-jähriger Triathlet des SC DHfK Leipzig, war bei den Spielen 2024 im Sprint an den Start gegangen. Über seine früheren sportlichen Erfolge wurden im Zusammenhang mit der Nachvergabe der Medaille keine weiteren Details bekannt.
Mit dem Urteil des IPC steht fest: Schulz ist der neue Silbergemedaillengewinner im paralympischen Triathlon-Sprint. Cordeiros Disqualifikation bleibt bestehen, und weitere Strafen könnten folgen. Der Fall unterstreicht die konsequente Durchsetzung der Anti-Doping-Regeln im Spitzensport.






