Braunschweig überarbeitet Windkraftplan – mehr Flächen als nötig für 2027
Luisa LangeBraunschweig überarbeitet Windkraftplan – mehr Flächen als nötig für 2027
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Entwurf zur räumlichen Planung von Windenergie nach Auswertung der öffentlichen Rückmeldungen überarbeitet. Das aktualisierte Konzept soll die verbindlichen gesetzlichen Vorgaben Niedersachsens für den Ausbau der Windkraft an Land erfüllen. Diese sehen vor, dass die Region bis 2027 2,46 Prozent ihrer Fläche für Windparks ausweisen muss.
Der Verband hat die Vorranggebiete auf Basis von Anregungen aus der Bevölkerung und von Kommunalbehörden angepasst. Ein großes Gebiet zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen wurde aus der Planung gestrichen. Gleichzeitig wurde ein neuer Standort südlich von Kirchberg bei Seesen aufgenommen.
Von den ursprünglich vorgesehenen Zonen wurden 56 überarbeitet. Acht Flächen verloren ihren Vorrangstatus vollständig. Trotz dieser Änderungen umfassen die aktuellen Vorranggebiete weiterhin etwa 2,9 Prozent der Gesamtfläche der Region – und liegen damit bereits über dem Zielwert für 2027.
Die Möglichkeit für Kommunen, freiwillig zusätzliche Flächen bereitzustellen, bleibt bestehen. Damit können Städte und Gemeinden helfen, das Ziel für 2032 zu erreichen. Der zweite Entwurf des Plans soll in Kürze zur weiteren öffentlichen Prüfung veröffentlicht werden, sowohl online als auch in gedruckter Form. Ein konkreter Starttermin für die nächste Anhörungsphase steht jedoch noch nicht fest.
Die überarbeitete Planung trägt nun den Bedenken der Bevölkerung und lokalen Anpassungen Rechnung. Die Region übertrifft bereits jetzt die für 2027 vorgesehene Flächenausweisung für Windenergie. Im nächsten Schritt folgt eine weitere Runde der öffentlichen Beteiligung, sobald der Entwurf vorliegt.






