Berlin startet bundesweit einzigartige Strategie gegen Queerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit
Lukas LehmannBerlin startet bundesweit einzigartige Strategie gegen Queerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit
Berlin hat eine neue Strategie zur Verbesserung der Sicherheit queerer Menschen in der gesamten Stadt auf den Weg gebracht. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines Anstiegs queerfeindlicher Straftaten – allein 2023 wurden 588 Vorfälle und 127 gewalttätige Übergriffe gemeldet. Die Behörden wollen sicherere öffentliche Räume schaffen und die Unterstützungssysteme für die Community stärken.
Die «Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit» sieht mehrere zentrale Maßnahmen vor. In Parks und beliebten Treffpunkten werden Notrufstationen eingerichtet. Zudem wird in jedem Bezirk eine Beratungsstelle eingerichtet, die bei Diskriminierungserfahrungen Hilfe und Unterstützung anbietet.
Neubauten von Schulen sollen geschlechterneutrale Duschen und Toiletten erhalten. Der Schutz bei öffentlichen Veranstaltungen wird ausgebaut, wobei Polizei und Sicherheitskräfte zusätzliche Sensibilisierungsschulungen erhalten. Eine spezielle Einheit wird sich zudem der Bekämpfung von Queerfeindlichkeit im Internet widmen.
Berlin ist das erste Bundesland, das einen derart umfassenden Aktionsplan umsetzt. Die Strategie konzentriert sich auf Bereiche, die bisher als besonders risikoreich für queere Menschen galten, und zielt darauf ab, Gewalt und Diskriminierung im Alltag zu verringern.
Die neuen Maßnahmen berücksichtigen sowohl physische als auch digitale Bedrohungen, denen queere Communities ausgesetzt sind. Mit erweiterten Schutzmaßnahmen in Schulen, öffentlichen Räumen und im Netz hofft die Stadt, die Fallzahlen zu senken. Der Plan markiert einen wichtigen Schritt in Berlins anhaltenden Bemühungen, queerfeindlicher Gewalt entgegenzuwirken.






