Zille-Museum kämpft ums Überleben – und zeigt verbotene Werke des Berliner Meisters
Zille-Museum kämpft ums Überleben – und zeigt verbotene Werke des Berliner Meisters
Das Zille-Museum in Berlin kämpft ums Überleben – und präsentiert mutige Werke Heinrich Zilles
Das Berliner Zille-Museum ringt darum, seine Türen offen zu halten, während es das provokante Schaffen Heinrich Zilles würdigt – eines Künstlers des 19. Jahrhunderts, der die harte Realität des Arbeiterlebens schonungslos darstellte. Die aktuelle Ausstellung "Heinrich Zille – Das Original: Verborgene Werke" wurde am 12. Oktober 2024 eröffnet und zeigt selten gezeigte Stücke aus Privatbesitz. Ohne ein einziges eigenes Originalwerk ist das Museum auf Leihgaben angewiesen – und auf Besucher, um zu überleben.
Heinrich Zille (1858–1929) wurde berühmt für seine schonungslosen Zeichnungen der Berliner Elendsviertel, in denen Armut und Enge den Alltag prägten. Sein scharfer Witz und seine Gesellschaftskritik gingen so weit, dass er auch freizügige, oft pornografische Skizzen anfertigte. Heute präsentiert das Zille-Museum im Nikolaiviertel einige dieser provokanten Nachrichten aktuell in einer abgetrennten Ecke – mit Warnhinweisen für Eltern.
Die aktuelle Schau lenkt den Blick auf Zilles technisches Können und sein vielseitiges Œuvre, das von beißender Satire bis zu zärtlichen Porträts reicht. Sein Urenkel Heinjörg Preetz-Zille dankte öffentlich privaten Sammlern für die Leihgaben, da das Museum selbst keine Originale des Künstlers besitzt. Die größte Zille-Sammlung lagert unter Verschluss in den Depots des Märkischen Museums, während die Medien-Erbin Friede Springer den umfangreichsten Privatbestitz ihr Eigen nennt. Trotz seiner kulturellen Bedeutung hadert das Museum mit schwankenden Besucherzahlen. Museumsleiterin Kerstin Siegling appelliert an die Gäste, den Ort weiterzuempfehlen. Der Kunsthistoriker Matthias Flügge erinnerte kürzlich an die Lobeshymnen des Bildhauers Ernst Barlach auf Zilles Genie – doch solcher Ruhm lindert kaum die finanziellen Nöte. Eintrittskarten und Souvenirverkäufe bleiben die einzigen Einnahmequellen. Die Ausstellung läuft noch bis Juli und gewährt einen seltenen Einblick in Zilles verborgene Nachrichten. Doch ohne stärkere Unterstützung steht die Zukunft der Institution auf der Kippe.
Die Schau des Zille-Museums rückt einen Künstler ins Licht, der den vergessenen Armen Berlins eine Stimme gab. Doch nun hängt sein eigenes Überleben von derselben Öffentlichkeit ab, für die Zille einst eintrat. Ohne mehr Förderung oder Besucherandrang könnte das Museum – wie die Werke, die es zeigt – bald in Vergessenheit geraten. Im Juli schließt die Ausstellung, und sein Schicksal bleibt ungewiss.
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