Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen trotz Bürgerprotesten
Luisa LangeWarendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen trotz Bürgerprotesten
Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, drei umstrittene Straßennamen beizubehalten. Diese Entscheidung fällt trotz der Empfehlung eines Bürgergremiums, die Namen zu ändern. Als Hauptgründe nannte die Verwaltung finanzielle Belastungen und den administrativen Aufwand.
Die betroffenen Straßen – Wagenfeldstraße, Agnes-Miegel-Weg und Heinrich-Tenhumberg-Straße – werden ihre aktuellen Bezeichnungen behalten. Ein Antrag auf Umbenennung war von einem lokalen Bürgerbündnis eingereicht, letztlich jedoch abgelehnt worden. Der Rat schätzte die Kosten für die Ersetzung der Schilder auf etwa 5.700 Euro – ein Betrag, der als zu hoch eingestuft wurde.
Alternative Vorschläge, wie etwa die Ergänzung des bestehenden Agnes-Miegel-Zitats an der Rathausfassade um einen Kontextbeitrag einer anderen Autorin, wurden ebenfalls verworfen. Reinhold Schoppmann, Mitglied des Bürgerbündnisses, kritisierte die Entscheidung als vertane Chance zur Auseinandersetzung mit der Geschichte. Die Ratsmehrheit hingegen blieb bei ihrem Beschluss und argumentierte, dass Aufwand und Kosten mögliche Vorteile überstiegen.
Zudem bleibt die Tafel mit dem Zitat von Agnes Miegel am Rathaus erhalten. Mit dieser Entscheidung stellt der Stadtrat sicher, dass weder die Straßennamen noch die Gedenktafel verändert werden.
Die Abstimmung bedeutet, dass in Warendorf vorerst alles beim Alten bleibt. Die Entscheidung spart zwar die Kosten für neue Beschilderung, erhält aber die bestehenden Namen und die Tafel. Weitere Überarbeitungen sind derzeit nicht geplant.






