Volksfeste und Herrenschneiderei werden deutsches Kulturerbe – was das bedeutet
Maximilian KrauseVolksfeste und Herrenschneiderei werden deutsches Kulturerbe – was das bedeutet
Deutschland hat zwei neue Traditionen in seine Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Kultusministerkonferenz gemeinsam mit dem Staatsminister für Kultur, Wolfram Weimer, und der Deutschen UNESCO-Kommission gab die Entscheidung bekannt. Die Schaustellerkultur auf Volksfesten und die handwerkliche Herrenschneiderei sind nun offiziell anerkannt.
Die Auswahl erfolgte nach strengen Kriterien, die Weimer für die staatliche Förderung kultureller Güter festgelegt hat. Beide Traditionen ergänzen die wachsende Liste geschützter Bräuche in Deutschland.
Schausteller prägen seit langem das Bild der Volksfeste und verbinden Unterhaltung mit kultureller Erzählkunst. Ihre Aufnahme unterstreicht die Bedeutung reisender Künstler für die Bewahrung lokaler Traditionen.
Auch die handwerkliche Herrenschneiderei, bekannt für ihre Präzision und Meisterhaftigkeit, erhielt Anerkennung. Diese Tradition steht für handgefertigte Qualität – ein Handwerk, das über Generationen weitergegeben wird.
Zu den bereits anerkannten Bräuchen zählen unter anderem die Ostseefischerei, das Straßenfußball auf dem Bolzplatz und die Sankt-Martins-Umzüge im Rheinland. Jede dieser Traditionen spiegelt regionale Identität und gemeinschaftliche Werte wider.
Mit den Neuzugängen steigt die Zahl der geschützten immateriellen Kulturgüter in Deutschland auf über 100. Die Auszeichnung sichert nicht nur die weitere Förderung und Bewahrung dieser tief in der Geschichte verwurzelten Bräuche, sondern schafft auch mehr öffentliche Aufmerksamkeit für ihre kulturelle Bedeutung.






