Telekom führt "Stille Stunde" für entspanntes Einkaufen ohne Reizüberflutung ein
Luisa LangeTelekom führt "Stille Stunde" für entspanntes Einkaufen ohne Reizüberflutung ein
Die Telekom hat eine neue Initiative namens "Stille Stunde" gestartet, um ihre Filialen zugänglicher zu gestalten. Der Service schafft eine ruhigere Umgebung für Kund:innen, die eine reduzierte sensorische Reizüberflutung bevorzugen oder benötigen. Das Angebot ist bereits in Berlin, Köln und München verfügbar, mit Plänen für eine weitere Ausweitung.
Die "Stille Stunde" bietet ein leiseres, entspannteres Einkaufserlebnis. Während dieser Zeiten werden in den Geschäften die Geräuschpegel gesenkt, das Licht gedimmt und mehr Zeit für individuelle Beratungen eingeräumt. Kund:innen können zwar weiterhin ohne Termin vorbeikommen, doch werden Voranmeldungen empfohlen, damit sich das Personal besser vorbereiten kann.
Die Initiative der Telekom reiht sich in einen größeren Trend im deutschen Einzelhandel ein. Die gemeinnützige Organisation "Gemeinsam Zusammen e.V." wirbt für wöchentliche "Stille Stunden" in Geschäften – bereits 276 Standorte beteiligen sich. Supermärkte wie REWE und Edeka sowie das IKEA in Saarlouis haben ähnliche Maßnahmen eingeführt, indem sie Durchsagen, Musik und grelles Licht reduzieren.
Anders als bei anderen Händlern ist das Angebot der Telekom bisher nicht auf der Plattform von "Gemeinsam Zusammen e.V." gelistet. Das Unternehmen betont, dass es sich um eine eigenständige Maßnahme zur Förderung von Inklusion handelt. Gleichzeitig zeigt sich damit ein Wandel hin zu ladeneigenen Konzepten, die Einkaufsräume für alle offener gestalten sollen.
Die "Stille Stunde" ist nun in drei Großstädten angelaufen, weitere Filialen sollen folgen. Die Telekom bezeichnet das Projekt als praktischen Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit – und nicht als Nischenangebot. Ziel ist es, den Bedürfnissen von Kund:innen gerecht zu werden, die von einem weniger überfordernden Einkaufserlebnis profitieren.






