28 April 2026, 16:19

Südekums Steuerreform: Spitzenverdiener sollen mehr zahlen – Geringverdiener entlastet bleiben

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen noch weiter."

Südekums Steuerreform: Spitzenverdiener sollen mehr zahlen – Geringverdiener entlastet bleiben

Der Ökonom Jens Südekum hat Vorschläge zur Finanzierung einer umfassenden Einkommensteuerreform vorgelegt. Sein Plan setzt auf höhere Steuern für Spitzenverdiener, während Entlastungen für Gering- und Mittelverdiener erhalten bleiben sollen. Zugleich wies er Forderungen nach flächendeckenden Sparmaßnahmen als unrealistisch zurück, um Steuerausfälle auszugleichen.

Südekum betonte, dass eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen unverzichtbar sei, um Reformen zu finanzieren, ohne die Unterstützung für niedrigere Einkommensgruppen zu kürzen. Er warnte, dass eine Senkung der Steuersätze in den unteren Tarifstufen die Staatseinnahmen verringern würde. Seiner Ansicht nach müssen Wohlhabendere einen größeren Beitrag leisten, um das System im Gleichgewicht zu halten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Er wies die Kritik zurück, höhere Steuern würden Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen belasten. Bereits jetzt könnten diese Unternehmen über das bestehende "Optionsmodell" die Besteuerung nach Körperschaftsteuerregeln wählen. Südekum schlug zudem vor, den Übergang zur Körperschaftsteuer weiter zu vereinfachen, um Bürokratie abzubauen.

Beim Thema Einsparungen machte er deutlich, dass vage Sparappelle nicht ausreichten. Konkrete Maßnahmen stünden noch aus, und er bestand darauf, dass jede Einsparung klar definierte, gezielte Entscheidungen erfordere. Statt pauschaler Kürzungen hält er gezielte Steuererhöhungen für den realistischsten Weg.

Südekums Vorschläge zielen darauf ab, durch höhere Abgaben für Vermögende Reformen zu finanzieren und gleichzeitig die Entlastung für niedrigere Einkommen zu sichern. Zudem unterstrich er die Notwendigkeit konkreter Sparpläne anstelle allgemeiner Austeritätspolitik. Seine Empfehlungen bereichern nun die Debatte darüber, wie Steuersenkungen mit Haushaltsverantwortung in Einklang zu bringen sind.

Quelle