27 March 2026, 14:14

Streit um Leinenpflicht: Warum der Martin-Luther-King-Park in Mainz Hundebesitzer auf die Barrikaden treibt

Ein von einem Kettenzaun umgebener Hundepark mit einem Schild, umgeben von Bäumen, Pflanzen, Gras und einer Straße, mit Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Streit um Leinenpflicht: Warum der Martin-Luther-King-Park in Mainz Hundebesitzer auf die Barrikaden treibt

Martin-Luther-King-Park in Mainz wird zum Zankapfel zwischen Hundebesitzern und Stadtverwaltung

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Der stark frequentierte Park, der von Spaziergängern und ihren Vierbeinern intensiv genutzt wird, ist kürzlich zum Schauplatz von Protesten geworden – ausgelöst durch die als unzureichend empfundenen Einrichtungen für Hunde. Gleichzeitig hat der Stadtrat weitreichende Pläne zur Umgestaltung des umliegenden Viertels beschlossen.

Der Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt und bietet bereits jetzt Attraktionen wie Bänke, einen Tischtennistisch und einen Bolzplatz. Trotz seiner Beliebtheit ist er offiziell als "öffentliche Grünfläche" ausgewiesen, in der Hunde an der Leine geführt werden müssen. Einige Halter nutzen das Gelände jedoch inoffiziell als Freilauffläche.

Im Juli 2025 versammelten sich Anwohner mit ihren Hunden, um bessere Infrastruktur für Hundebesitzer zu fordern. Die Demonstration veranlasste den Stadtrat, die Verwaltung mit der Prüfung möglicher Standorte für eingezäunte Hundeauslaufzonen zu beauftragen. Stadtrat Steinkrüger betonte jedoch, dass eine Umwidmung bestehender Grünflächen in Hundeparks nicht infrage komme.

Die aktuellen Pläne bauen auf früheren Maßnahmen auf, etwa der Sanierung des alten jüdischen Friedhofs und der Paul-Denis-Straße im Mai 2024. Ziel ist es, die Attraktivität des Gebiets für alle Besucher zu steigern – was unter den aktuellen Vorgaben wenig Spielraum für einen speziellen Hundepark lässt. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Mainz 2024 Millionenbeträge aus der Hundesteuer einnahm und damit die höchsten Sätze Deutschlands erhebt.

Nun steht die Stadt vor der Herausforderung, den öffentlichen Raumbedarf mit den wachsenden Forderungen der Hundebesitzer in Einklang zu bringen. Während die Umgestaltung des Martin-Luther-King-Parks und seiner Umgebung voranschreitet, sollen alternative Standorte für eingezäunte Hundeareale geprüft werden. Kurzfristige Änderungen der Leinenpflicht oder der Parkausstattung sind jedoch nicht geplant.

Quelle