20 April 2026, 16:07

Streit um Kürzungen bei Unterhaltsvorschüssen entbrennt im Bundestag

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

Streit um Kürzungen bei Unterhaltsvorschüssen entbrennt im Bundestag

Ein Vorschlag zur Kürzung der Vorauszahlungen für Unterhaltsvorschüsse hat im Bundestag scharfe Kritik ausgelöst. Kommunale Spitzenverbände hatten die Einsparungen angeregt und dabei auf stark gestiegene Kosten seit einer Reform im Jahr 2017 verwiesen. Gegner der Pläne warnen, dass die Maßnahme alleinstehende Eltern und schutzbedürftige Kinder in ganz Deutschland hart treffen würde.

Die Reform von 2017 hatte die Unterstützung ausgeweitet, indem sie das Höchstalter für anspruchsberechtigte Kinder von 12 auf 18 Jahre anhob und die bisherige sechjährige Bezugsdauer aufhob. Seither berichten lokale Behörden von einer Vervierfachung der Ausgaben.

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Widerstand gegen die geplanten Kürzungen kommt aus mehreren Parteien. Jasmina Hostert von der SPD bezeichnete die Zahlungen als "überlebenswichtige Unterstützung" für Alleinerziehende. Sie forderte schärfere Maßnahmen gegen Eltern, die trotz finanzieller Möglichkeiten ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen.

Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD, lehnte die Kürzungspläne kategorisch ab. Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linksfraktion, kritisierte, dass Sparziele über soziale Folgen gestellt würden. Misbah Khan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, warnte, dass besonders benachteiligte Familien unter den Kürzungen leiden würden.

Die Bundestagsdebatte zeigt, wie tief die Sorgen über die möglichen Auswirkungen auf Kinder und Alleinerziehenden-Haushalte sind. Während die Kommunen angesichts der seit 2017 gestiegenen Kosten auf Einsparungen drängen, bestehen Abgeordnete mehrerer Parteien darauf, die Leistungen unangetastet zu lassen. Die Entscheidung wird mitbestimmen, ob Tausende Familien in den kommenden Jahren in finanzielle Not geraten.

Quelle