Lufthansa streicht tausende Flüge wegen explodierender Spritpreise
Maximilian KrauseLufthansa streicht tausende Flüge wegen explodierender Spritpreise
Steigende Spritpreise zwingen Lufthansa zu tausenden Flugstreichungen in diesem Sommer
Die stark gestiegenen Treibstoffkosten haben die Lufthansa dazu veranlasst, in den Sommermonaten tausende Flüge zu streichen. Die Fluggesellschaft wird ihr Angebot von Mai bis Oktober reduzieren, um Kerosin zu sparen. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen in Europa über Treibstoffknappheit, die mit der Sperrung der Straße von Hormus zusammenhängt.
Der Preis für Flugtreibstoff hat sich seit der Blockade der strategisch wichtigen Meerenge verdoppelt, wodurch die Öl- und Gasversorgung gestört wurde. Normalerweise wird über diese zentrale Schifffahrtsroute ein großer Teil des weltweiten Treibstoffs transportiert – ihre Schließung zwingt Europa nun, nach Alternativen zu suchen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass die Kerosinreserven des Kontinents nur noch etwa sechs Wochen reichen werden.
Als Reaktion darauf hat die Lufthansa 20.000 Flüge zwischen Mai und Oktober gestrichen. Betroffen sind vor allem weniger rentable Verbindungen ab Frankfurt und München. Durch die Kürzungen sollen rund 40.000 Tonnen Treibstoff eingespart werden, was die Belastung für die eigenen Bestände verringert.
Auch die gesamte Branche bereitet sich auf weitere Turbulenzen vor. Willie Walsh, Generaldirektor des Internationalen Luftverkehrsverbands (IATA), warnte, dass es in Europa bis Ende Mai zu weiteren Flugausfällen kommen könnte. Die Lufthansa plant, ihren vollständigen Sommerflugplan Anfang Mai zu veröffentlichen, um Passagieren mehr Klarheit darüber zu geben, welche Verbindungen aufrechterhalten werden.
Die Streichungen sollen der Airline helfen, ihre Treibstoffvorräte in einer Phase hoher Preise und knapper Verfügbarkeit zu schonen. Reisende müssen mit weniger Flügen rechnen, insbesondere auf Strecken mit geringer Nachfrage. Der aktualisierte Flugplan, der voraussichtlich Ende April oder Anfang Mai veröffentlicht wird, wird zeigen, welche Verbindungen weiterhin bedient werden.






