27 March 2026, 18:08

SPD plant 25-Milliarden-Euro-Reform für Start-ups und Altersvorsorge bis 2030

Alter deutscher Regierungskurs mit gedrucktem Text und numerischen Werten.

SPD plant 25-Milliarden-Euro-Reform für Start-ups und Altersvorsorge bis 2030

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, das deutsche WIN-Programm von ursprünglich 12 Milliarden Euro auf 25 Milliarden Euro bis 2030 auszuweiten. Der Vorschlag, unterstützt von der gemäßigteren Seeheimer-Kreis-Gruppe innerhalb der SPD, sieht tiefgreifende Reformen vor, um die Finanzierung von Start-ups und die Altersvorsorgeinvestitionen zu stärken. Er folgt auf jüngste Bundestagsbeschlüsse zu privaten Rentenreformen und wird zu einem Zeitpunkt eingebracht, an dem die Partei ein umfassenderes Reformpaket vorbereitet.

Im Mittelpunkt des Plans steht ein neuer "Bundesfonds Altersvorsorge" (Bundesrentenfonds), der bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups und europäische Unternehmen investieren könnte, die kurz vor dem Börsengang stehen. Ursprünglich sollte die WIN-Initiative – eine öffentlich-private Partnerschaft – bis 2030 insgesamt 12 Milliarden Euro für Start-ups mobilisieren. Die Abgeordneten argumentieren nun, dass durch stärkere Steueranreize, gelockerte Vorschriften und erweiterte Anlagekanäle das Ziel mehr als verdoppelt werden könnte.

Zu den zentralen Maßnahmen gehört die Einführung von Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung, um junge Unternehmen zu fördern. Zudem soll es leichtere Regeln für Versicherer und Pensionsfonds geben, damit sie freier in Start-ups investieren können. Privatpersonen erhalten über neue Tranchen in Dachfonds (Umbrella-Fonds) einen vereinfachten Zugang zu Wachstumsunternehmen.

Der Fonds würde zunächst als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorge angeboten. Langfristig soll er jedoch auch Teile der gesetzlichen Rente finanzieren. Die Reformen ergänzen die weiteren Rentenpläne von SPD-Chef Lars Klingbeil, wobei konkrete Anlagestrategien noch nicht finalisiert sind.

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In einem vom Handelsblatt zuerst veröffentlichten Positionspapier skizzieren die Abgeordneten eine schrittweise Einführung eines kapitalgedeckten Rentensystems innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Sie betonen, dass die Änderungen eine dynamischere Investitionslandschaft schaffen und gleichzeitig die langfristige Finanzierung der Renten sichern würden.

Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie das Zusammenspiel von Altersvorsorge und Start-up-Finanzierung in Deutschland grundlegend verändern. Das angestrebte Volumen von 25 Milliarden Euro hängt dabei von regulatorischen Anpassungen, Steuererleichterungen und einem erweiterten Zugang zu Investitionsmöglichkeiten ab. Die SPD will ihr umfassendes Reformprogramm in den kommenden Monaten finalisieren.

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