Solingen will Mobbing an Schulen systematisch bekämpfen – CDU fordert Aufklärung
Luisa LangeSolingen will Mobbing an Schulen systematisch bekämpfen – CDU fordert Aufklärung
Mobbing unter Schulkindern bleibt ein drängendes Problem in Deutschland – aktuelle Daten unterstreichen das Ausmaß der Betroffenheit. Eine jüngste PISA-Studie zeigt, dass 21 Prozent der 15-Jährigen angeben, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Hochgerechnet auf Solingen könnten das rund 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler sein – ein Befund, der nun lokale Politiker zum Handeln veranlasst.
Die CDU Solingen hat eine Anfrage eingereicht, um das Ausmaß von Mobbing in Kitas und Schulen der Stadt zu untersuchen. Den Anstoß geben bundesweite Erkenntnisse, darunter eine Studie der Techniker Krankenkasse, laut der jedes sechste Schulkind bereits Mobbing erlebt hat. Zunehmend problematisch werden auch digitale Konflikte, insbesondere in Klassenchatgruppen.
Im Rahmen der Anfrage sollen bestehende Präventionsmaßnahmen, die Personalsituation sowie die Rolle interner oder externer Fachkräfte überprüft werden. Die CDU will wissen, wie die Wirksamkeit der Maßnahmen gemessen wird und ob Langzeitfolgen von Präventionsprogrammen erfasst werden. Betont wird, dass es nicht um Kritik an Pädagoginnen und Pädagogen gehe, sondern um eine sachliche Debatte.
Das Thema wird nun in zwei zentralen Ausschüssen beraten und rückt damit in den kommenden Wochen auf die politische Agenda Solingens. Zwar liegen keine lokalen Daten zu Kindern vor, die aufgrund von Mobbing in medizinische oder psychologische Behandlung mussten – doch die Initiative signalisiert den Willen zu stärkeren Schutzmechanismen.
Angesichts der Tausenden betroffenen Schülerinnen und Schüler in Solingen allein markiert die CDU-Anfrage einen ersten Schritt zur Lösung des Problems. Die Ergebnisse könnten künftige Präventionsstrategien in Schulen und Kitas prägen. Mit einer weiteren Zuspitzung der politischen Auseinandersetzung mit dem Thema ist in den nächsten Wochen zu rechnen.






