04 May 2026, 12:07

Saarland startet Milliardenprojekt für klimaneutralen Stahl bis 2030

Großes Metallrohr auf einer Baustelle mit Arbeitern, Holzwerkstoffen und Geräten, mit einer Person in einem blauen Hemd auf der rechten Seite und Fahrzeugen und einem Gebäude im Hintergrund.

Saarland startet Milliardenprojekt für klimaneutralen Stahl bis 2030

Großes Stahl-Entkarbonisierungsprojekt im Saarland gestartet

Im Saarland hat nach der Genehmigung im Februar 2026 eines der größten Industrievorhaben zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion begonnen. Mit Investitionen in Höhe von sechs Milliarden Euro soll das Projekt die CO₂-Emissionen bis Anfang der 2030er-Jahre um bis zu 55 Prozent senken. Am 23. Februar startete der Bau – der Auftakt zu einer der umfangreichsten industriellen Transformationen Deutschlands.

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Das unter dem Namen Power4Steel geführte Projekt wird von der Rogesa geleitet, einem Joint Venture der Unternehmen Dillinger und Saarstahl. Mit öffentlicher Förderung umfasst der Plan den Bau von sieben Schlüsselanlagen auf einem 270.000 Quadratmeter großen Gelände. Herzstück der Anlage ist der sogenannte „Rundverdicker“ – ein speziell entwickeltes Bauteil, das die Effizienz bei der klimafreundlichen Stahlherstellung steigern soll.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich etwa 15 Monate dauern, wobei in zwei Schichten mit sieben Turmdrehkränen gleichzeitig gearbeitet wird. Rund 25.000 Kubikmeter Beton kommen zum Einsatz. Die Bauleitung hat das Unternehmen Wolff & Müller inne, Geschäftsführender Gesellschafter ist Dr. Albert Dürr.

Ab 2028 oder 2029 soll die Anlage jährlich bis zu 3,3 Millionen Tonnen CO₂-armen Stahl produzieren.

Das Vorhaben markiert einen bedeutenden Schritt zur Verringerung der Umweltbelastung durch die Stahlindustrie. Bis Anfang der 2030er-Jahre könnte die saarländische Stahlbranche ihre Emissionen damit mehr als halbieren. Die ersten klimafreundlichen Stahlchargen aus der neuen Anlage sollen bereits in den nächsten drei Jahren in die Produktion gehen.

Quelle