23 April 2026, 04:07

Rodgau sagt seinen traditionellen Märkten im April 2026 Adieu

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, das den Text 'Investing in Communities: Biggest Investment in Rural Electricity Since the New Deal' zeigt.

Rodgau sagt seinen traditionellen Märkten im April 2026 Adieu

Rodgaus traditionelle Frühlings-, Kürbis- und Weihnachtsmärkte enden im April 2026

Der Rodgauer Gewerbeverein hat bekannt gegeben, dass er nach April 2026 die jährlichen Frühlings-, Kürbis- und Weihnachtsmärkte nicht mehr veranstalten wird. Grund dafür sind steigende finanzielle und logistische Belastungen, die die Durchführung dieser Veranstaltungen in ihrer bisherigen Form unrentabel machen. Hohe Kosten und verschärfte Sicherheitsauflagen haben die Märkte zunehmend unhaltbar werden lassen.

Die Entscheidung folgt auf Jahre wachsender Herausforderungen für den Verein. Die Organisatoren verweisen auf gestiegene Ausgaben in fast allen Bereichen – von Genehmigungen bis hin zum Personal. Strengere Sicherheitsvorschriften, darunter aufwendigere Maßnahmen zur Besucherkontrolle, haben den Arbeitsaufwand zusätzlich erhöht.

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Die finanzielle Unterstützung durch die Stadt war begrenzt. Zwar steuerte das Rodgauer Versorgungsunternehmen bis 2024 jährlich 15.000 Euro bei, doch die Stadt selbst stellte keine nennenswerten Mittel bereit. Vertreter der Kommune wiesen später Vorwürfe zurück, man habe die Unterstützung für die Veranstaltungen zurückgezogen.

Trotz der Abschaffung der Märkte bleiben einige Traditionen erhalten: Die Osterbrunnen-Schmückaktionen und das jährliche Maibaumstellen finden wie gewohnt statt. Der letzte Frühlingsmarkt ist für den 26. April 2026 geplant – ein Ende einer Ära für diese saisonalen Treffpunkte.

Künftig will sich der Gewerbeverein neu ausrichten. Statt der Eventorganisation soll der Fokus auf Vernetzung und dem Austausch zwischen lokalen Unternehmen liegen.

Die Einstellung der Märkte spiegelt die wachsenden finanziellen und regulatorischen Herausforderungen wider, denen Gemeinschaftsveranstaltungen gegenüberstehen. Nach 2026 wird Rodgau drei langjährige saisonale Attraktionen verlieren, während kleinere Bräuche fortbestehen. Der Gewerbeverein setzt stattdessen auf neue Wege, um den lokalen Handel zu fördern.

Quelle