Rheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an
Maximilian KrauseRheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an
Rheinmetall und Boeing schlagen MQ-28 Ghost Bat als Drohnenlösung für die Luftwaffe vor
Rheinmetall hat sich mit Boeing zusammengeschlossen, um die Drohne MQ-28 Ghost Bat als mögliche Lösung für die deutsche Luftwaffe anzubieten. Die Partnerschaft folgt auf frühere Gespräche mit beiden Unternehmen über Projekte für kooperative Kampfflugzeuge (Collaborative Combat Aircraft, CCA). Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund jüngster Kritik an Äußerungen des Rheinmetall-Chefs zur ukrainischen Drohnenindustrie.
Die MQ-28 Ghost Bat ist darauf ausgelegt, bemannte Kampfflugzeuge zu unterstützen und bietet Aufklärungsfähigkeiten, elektronische Kriegsführung sowie Waffenunterstützung. Mit über 150 erfolgreichen Testflügen wird das System bereits verbündeten Streitkräften – darunter auch Deutschland – angeboten. Rheinmetall würde im Falle einer Auswahl als Systemintegrator fungieren und für die operative Instandhaltung verantwortlich sein.
Anfang dieses Jahres hatte Rheinmetall-Chef Armin Papperger angedeutet, dass Deutschland bis zu 400 CCA benötigen könnte. Das Unternehmen geriet anschließend in die Kritik, nachdem Papperger die Produktionskapazitäten der ukrainischen Drohnenindustrie infrage gestellt hatte. Trotz dieser Kontroverse betonte Rheinmetall wiederholt seine Bewunderung für den ukrainischen Widerstand gegen die russischen Invasionstruppen.
Ziel der neuen Kooperation ist es, den Zeitplan der Luftwaffe einzuhalten, die bis 2029 ein CCA in Dienst stellen möchte. Das Bundesverteidigungsministerium hat sich bisher jedoch noch nicht zu konkreten Beschaffungsplänen geäußert, da zunächst eine parlamentarische Zustimmung erforderlich wäre.
Die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und Boeing positioniert die MQ-28 Ghost Bat als mögliche Schlüssellösung für die zukünftige Drohnenflotte Deutschlands. Bei einer Genehmigung könnte das System die Fähigkeiten der Luftwaffe bis 2029 deutlich stärken. Die nächsten Schritte hängen nun von politischen Entscheidungen und der Freigabe der notwendigen Mittel ab.






