Opel-Jobs in Gefahr: PSA-Chef Tavares droht mit harten Einschnitten in Rüsselsheim
Lukas LehmannOpel-Jobs in Gefahr: PSA-Chef Tavares droht mit harten Einschnitten in Rüsselsheim
PSA-Konzernchef Carlos Tavares hat mit jüngsten Äußerungen die Sorgen um die Zukunft von Opel in Deutschland neu entfacht. Seine Aussagen deuten auf tiefgreifende Einschnitte in den Fertigungsbetrieb des Automobilherstellers hin. Angesichts des auslaufenden Beschäftigungsschutzes zum Jahresende 2018 wächst bei den Mitarbeitern die Angst um ihre Arbeitsplätze.
Tavares kritisierte die Produktion im Opel-Werk Rüsselsheim als „nicht effizient genug“. Die Kosten lägen dort seiner Aussage nach um 50 Prozent höher als in den französischen PSA-Fabriken. Zudem sei der Standort in vielen Bereichen überdimensioniert und arbeite mit veralteten Prozessen.
Der Vorstandsvorsitzende forderte eine Steigerung der Effizienz in der gesamten Fahrzeugproduktion. Seine Aussagen stellen die bestehenden Arbeitsplatzgarantien für die Opel-Belegschaft infrage – diese gelten derzeit nur bis Ende 2018.
PSA hat bereits die erste größere Personalreduzierung seit der Opel-Übernahme angekündigt: Im britischen Werk Ellesmere Port, wo Vauxhall den Astra fertigt, soll eine Schicht gestrichen werden. Dadurch fallen 400 Arbeitsplätze weg.
Die geplanten Maßnahmen folgen auf die Übernahme von Opel durch PSA. Betriebsräte stellen nun infrage, ob die aktuellen Beschäftigungszusagen Bestand haben werden. Das Unternehmen hat bereits begonnen, seine Belegschaft in Großbritannien abzubauen.






