Netanyahu widerlegt Todesgerüchte mit sarkastischem Video – doch die Verschwörungstheorien bleiben
Lukas LehmannNetanyahu widerlegt Todesgerüchte mit sarkastischem Video – doch die Verschwörungstheorien bleiben
Gerüchte über den Tod des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu sind erneut im Internet aufgetaucht und haben eine breite Debatte ausgelöst. Ein kürzlich veröffentlichtes Video des Regierungschefs hat die Spekulationen weiter angeheizt – die Theorien reichen von Doubles bis hin zum Einsatz künstlicher Intelligenz, um seine Auftritte zu fälschen.
Die jüngste Welle an Behauptungen begann, nachdem Tuomas Malinen, Professor an der Universität Helsinki, eine Umfrage geteilt hatte, in der Netanyahus Status infrage gestellt wurde. Nutzer sozialer Medien griffen daraufhin ältere Verschwörungstheorien auf und behaupteten, er könnte bereits im März ums Leben gekommen sein – möglicherweise bei einem Raketenangriff am 8. März.
Einige verwiesen auf ungewöhnliche Details in Netanyahus aktuellem Video, darunter Veränderungen in seiner Sprechweise und seltsame Formulierungen. Andere verbreiteten unbestätigte Berichte, wonach sein Privatjet ungewöhnlich lange in Berlin am Boden geblieben sein soll. In den Diskussionen wurden auch widersprüchliche Daten und Orte für seinen angeblichen Tod genannt.
Netanyahu reagierte mit Humor und veröffentlichte auf seinem X-Account Videos, um die Gerüchte zu widerlegen. In einem Clip sagte er sarkastisch, er könne "nur für einen Kaffee sterben", während er seine Hände zeigte, um Vorwürfe von KI-gestützten Deepfake-Manipulationen zu entkräften. In einem weiteren Video war er zusammen mit dem US-Botschafter Mike Huckabee zu sehen und bestätigte: "Ja, Mike, ja, ich lebe." Die Jerusalem Post bezeichnete die Gerüchte – die auch von iranischen Staatsmedien verstärkt wurden – später als gezielte Desinformationskampagne.
Frühere Berichte hatten enthüllt, dass Netanyahu den damaligen US-Präsidenten Donald Trump einst davon überzeugt hatte, ein militärischer Einsatz könnte das iranische Regime stürzen. Dieser Hintergrund nährte die Spekulationen weiter, doch gibt es keine belastbaren Beweise für die Todesbehauptungen.
Der israelische Ministerpräsident hat sich direkt zu den Gerüchten geäußert und sie über soziale Medien als falsch zurückgewiesen. Trotz seiner Stellungnahmen halten sich die Theorien hartnäckig – ohne dass es verifizierte Belege für die Behauptungen gäbe. Die Debatte zeigt, wie schnell sich unbestätigte Informationen im Netz verbreiten können, insbesondere wenn sie mit hochrangigen Politikern in Verbindung gebracht werden.






