02 May 2026, 10:07

Lerchek polarisiert: Wie eine Krebsdiagnose zur Marketingstrategie wird

Leuchtend buntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das eine kreisförmige Anordnung von überlappenden, lächelnden Bildern von verschiedenen Menschen zeigt, die den Titeltext umgeben.

Lerchek polarisiert: Wie eine Krebsdiagnose zur Marketingstrategie wird

Die Bloggerin Valeria Tschekalina, online besser bekannt als Lerchek, hat mit ihrem öffentlichen Umgang mit Krebs im Spätstadium eine Debatte ausgelöst. Während sie ihre Kosmetikmarke Eyya Skin auf den Markt brachte, teilte sie offen ihre Diagnose und persönlichen Kämpfe in Werbevideos. Der Produzent Gera Iwashtschenko verglich ihre Medienstrategie nun mit der der Familie Kardashian – ein für russische Zuschauer ungewöhnlicher Ansatz.

Tschekalinas Weg in die Öffentlichkeit ist von sowohl Bewunderung als auch Kontroversen geprägt. 2023 machte sie ihre Krebsdiagnose im Stadium 4 öffentlich und verband sie mit der Geschichte ihrer Marke. Die Einführung von Eyya Skin löste gemischte Reaktionen aus: Einige Follower lobten ihre Stärke, andere warfen ihr vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit auszunutzen.

Ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, war zuvor wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt worden. Dieser Rechtsstreit fügte ihrer öffentlichen Erzählung eine weitere Ebene hinzu – eine Mischung aus persönlichem Leid und unternehmerischen Aktivitäten.

Produzent Gera Iwashtschenko betonte, dass Tschekalinas Offenheit in Russland selten sei, wo Menschen mit schweren Erkrankungen sich meist aus der Öffentlichkeit zurückzögen. Er vermutet, dass ihre Strategie globale PR-Taktiken widerspiegle, möglicherweise mit dem Ziel, die finanzielle Zukunft ihrer Kinder zu sichern. Gleichzeitig warnte er, dass eine solche Transparenz bei einem Publikum, das daran nicht gewöhnt ist, auf Unbehagen stoßen könne.

Die Kritik nimmt zu: Einige Zuschauer werfen ihr vor, ihre Videos „zu sehr auf Mitleid“ auszurichten. Dennoch setzt Tschekalina darauf, ihre gesundheitlichen Kämpfe mit ihrer Marke zu verknüpfen und bleibt präsent in den sozialen Medien.

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Ihre Herangehensweise spaltet die Meinungen: Unterstützer schätzen ihre Ehrlichkeit, Kritiker hinterfragen ihre Motive. Die Diskussion zeigt einen Wandel darin, wie persönliche Schicksale in russischen Medien geteilt werden. Vorerst bleiben ihre Marke und ihr öffentliches Image eng mit ihrem anhaltenden Kampf gegen den Krebs verbunden.

Quelle