Bürstner stoppt Wohnwagenproduktion – doch Service bleibt erhalten
Bürstner stellt Produktion von Wohnwagen ab 2027 ein
Der traditionsreiche Wohnwagenhersteller Bürstner wird ab 2027 die Produktion seiner Reisewohnwagen einstellen. Das Unternehmen, das seit den 1950er-Jahren Wohnwagen fertigt, begründete die Entscheidung mit einem deutlichen Nachfragerückgang. Bestehende Kunden erhalten jedoch weiterhin umfassenden Service und Ersatzteilversorgung.
Die Ankündigung folgt auf einen starken Rückgang bei den Wohnwagen-Neuzulassungen in Deutschland. 2025 wurden nur noch 18.766 neue Wohnwagen registriert – ein Minus von 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig erleben Wohnmobile und Campervan einen Boom bei Campingbegeisterten.
Bürstner konzentriert sich künftig vollständig auf Wohnmobile und Campervan als Teil einer strategischen Neuausrichtung. Geschäftsführer Hubert Brandl betonte, dass es sich nicht um einen dauerhaften Rückzug aus dem Wohnwagenmarkt handle. Die Produktionsstandorte in Kehl (Deutschland) und Wissembourg (Frankreich) bleiben unverändert, und es sind keine Stellenstreichungen geplant.
Lea Isenmann, Marketingleiterin, bestätigte, dass die Umstrukturierung den Betrieb an beiden Standorten nicht beeinträchtigen werde. Service und Ersatzteile für bestehende Wohnwagenbesitzer würden wie gewohnt weitergeführt.
Die Entscheidung spiegelt die veränderten Trends im Freizeitfahrzeugmarkt wider, in dem Wohnmobile und Campervan zunehmend dominieren. Bürstners Schritt sichert die Produktionsstätten ab und passt sich der Nachfrage an. Kunden mit aktuellen Wohnwagenmodellen behalten weiterhin Zugang zu notwendiger Unterstützung.






