08 April 2026, 04:05

Krankenkassen drohen 15-Millionen-Lücke – Beitragserhöhungen ab Januar möglich

Plakat mit dem Text "Beenden Sie den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Machen Sie niedrigere Gesundheitskosten dauerhaft und schließen Sie die Lücke in der Versorgung für amerikanische Familien."

Krankenkassen drohen 15-Millionen-Lücke – Beitragserhöhungen ab Januar möglich

Gesetzliche Krankenversicherung steht vor 15-Millionen-Lücke – scharfe Beitragserhöhungen drohen

Das deutsche System der gesetzlichen Krankenversicherung sieht sich einer Finanzierungslücke von 15 Millionen Euro gegenüber, die bereits ab Januar nächsten Jahres deutliche Anstiege der Beitragssätze erzwingen könnte. Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, hat die Ampelkoalition nun aufgefordert, schnell zu handeln, bevor die Kosten weiter aus dem Ruder laufen.

Dahmen warnte, dass ohne sofortige Reformen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bis zum Ende dieser Legislaturperiode auf bis zu 25 Prozent steigen könnten. Ein solcher Anstieg würde sowohl Versicherte als auch Arbeitgeber belasten, die Lohnnebenkosten in die Höhe treiben und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gefährden.

In Gesprächen mit den Sendern RTL und ntv kritisierte Dahmen, dass die Regierung ein ganzes Jahr in Kommissionen verhandelt habe – ohne greifbare Ergebnisse. Jetzt müsse der Redebedarf der Tatkraft weichen, betonte er, und forderte, noch vor der Sommerpause Gesetzesentwürfe vorzulegen. Der Haushaltsausschuss soll bereits im Oktober tagen, was kaum Spielraum für Verzögerungen lässt.

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Zudem rief Dahmen die Minister auf, die Osterpause nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Stattdessen müssten Reformvorschläge "ohne weitere Umschweife" auf den Tisch. Die Regierung stehe in der Pflicht, die 15-Millionen-Lücke zu schließen, um ab Januar drastische Beitragserhöhungen abzuwenden. Scheitern die Reformen, drohen sowohl Arbeitnehmern als auch Unternehmen höhere Belastungen – während die wirtschaftliche Position Deutschlands schwächer werden könnte. Der Koalition bleibt nun nur ein schmales Zeitfenster, um die Änderungen vor der Sommerpause unter Dach und Fach zu bringen.

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