Hamburger SV suspendiert Stürmer Robert Glatzel nach öffentlicher Kritik
Emilia SchmittNach Interview-Kritik: HSV setzt Glatzel nicht ein - Hamburger SV suspendiert Stürmer Robert Glatzel nach öffentlicher Kritik
Hamburger SV streicht Stürmer Robert Glatzel für das Spiel gegen Borussia Dortmund
Der Hamburger SV hat Stürmer Robert Glatzel für die bevorstehende Partie gegen Borussia Dortmund aus dem Kader genommen. Die Entscheidung folgt auf ein kürzlich geführtes Interview, in dem er seine begrenzte Rolle beim Verein öffentlich kritisierte.
Glatzels Aussperrung ist eine direkte Reaktion auf seine Äußerungen – allerdings weniger wegen des Inhalts als vielmehr wegen der Art und Weise. Der Verein wirft ihm vor, das Thema nicht zuvor intern angesprochen zu haben.
Der 29-jährige Angreifer hatte der Hamburger Morgenpost von seiner Frustration erzählt, nur Ersatzspieler zu sein. Er hinterfragte seine geringe Spielzeit und machte deutlich, wie unzufrieden er ist. Seine Aussagen lösten umgehend eine Reaktion der Vereinsführung aus.
Trainer Merlin Polzin und Sportdirektor Claus Costa berieten über das weitere Vorgehen und beschlossen schließlich die disziplinarische Maßnahme. Ihrer Ansicht nach rechtfertigte Glatzels Entscheidung, seine Kritik öffentlich zu äußern – ohne vorheriges Gespräch –, eine Strafe.
Der HSV hat in der Vergangenheit bereits mehrmals konsequent auf solche Fälle reagiert. So wurde etwa Mittelfeldspieler Rayan Philippe einst aus sportlichen Gründen suspendiert, eine Maßnahme, die Philippe später als hilfreich für seine Selbstreflexion bezeichnete. Über weitere ähnliche Disziplinarfälle wurde in jüngerer Zeit nicht berichtet.
Aufgrund der Vereinsentscheidung wird Glatzel das Spiel gegen Dortmund verpassen. Der Vorfall unterstreicht die Haltung des HSV, wie mit interner Kritik umgegangen wird, die ohne vorherige Absprache öffentlich geäußert wird. Seine weitere Zukunft im Team hängt von weiteren Gesprächen zwischen dem Spieler und der Führung ab.






