01 May 2026, 00:16

Hamburger Dom: Wenn der Rummelplatz zum Nervenkitzel wird – und ich nur zusehe

Eine Achterbahn auf dem Gipfel eines Hügels mit einem bewölkten Himmel im Hintergrund, umgeben von Stützpfählen und -strukturen.

Hamburger Dom: Wenn der Rummelplatz zum Nervenkitzel wird – und ich nur zusehe

Seit 26 Jahren lebe ich in der Nähe des Heiligengeistfelds, wo dreimal im Jahr der Hamburger Dom mit seinem Rummelplatz aufbaut. Die Veranstaltung war schon immer laut, doch in letzter Zeit sind die Attraktionen noch extremer geworden – sie schleudern die Besucher 100 Meter in die Höhe, begleitet von atemberaubenden Drehungen. Eine Freundin begeistert sich für dieses Spektakel, während ich oft von meinem Balkon aus zusehe und die Nervenkitzel-Suchenden am liebsten vor den Gefahren warnen würde.

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Diesmal überredeten mich zwei Freunde, eine "Aussichtsgondel" auszuprobieren, die 70 Meter in den Himmel steigt. Ich willigte ein – allerdings unter einer Bedingung: Wer mit mir hochfuhr, musste auch wieder mit mir runterkommen. Die Fahrt selbst war dann doch harmlos – keine plötzlichen Stürze, keine ruckartigen Drehungen, nur ein gleichmäßiges Auf und Ab. Trotzdem habe ich nicht vor, das Experiment zu wiederholen.

Mittlerweile dringen die Schreie vom Rummelplatz fast jeden Abend bis in mein Wohnzimmer. Im Laufe der Jahre sind die Attraktionen immer spektakulärer geworden, die Fahrgeschäfte werfen die Besucher höher und schneller durch die Luft. Die Begeisterung meiner Freundin für dieses Chaos steht in krassem Gegensatz zu meiner eigenen Zurückhaltung – auch wenn ich zugebe, dass die Aussicht von oben beeindruckend war.

Der Hamburger Dom bleibt eine feste Größe in meinem Viertel, und seine Fahrgeschäfte werden mit jeder Saison noch waghalsiger. Ich bleibe lieber auf Abstand und überlasse den Adrenalinkick denen, die danach lechzen. Vorerst reicht mir die Erinnerung an diesen einen Aufstieg.

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